2. Stück

Münchner Tournee

Die Wunderübung

Donnerstag, 16.11.2017, 20 Uhr
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Komödie von Daniel Glattauer
mit Michaela May, Michael Roll und Robert Giggenbach

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Joana und Valentin haben sich eigentlich nichts mehr zu sagen, ihre Beziehung ist am Tiefpunkt angelangt. Die Stimmung im Therapieraum des Paartherapeuten - eisig. Aber Joana hat eine ganze Menge über Valentin zu sagen, und der muss sich verteidigen und schießt treffsicher zurück. Doch da Joana immer schon vorher weiß, was ihr Ehemann sagen will, sorgt sie mit einem Redeschwall dafür, dass er oft gar nicht erst zu Wort kommt.
Bild "4Wunderu╠êbung_ 2016_Foto_L.LaRoccaLROC9131.jpg"Die bekannten Klischees von Frauen, die nicht zuhören und ständig reden, von Männern, die nicht zu Wort kommen, von Seitensprüngen und der Reue darüber, von Therapeuten, die ihrer Klientel nicht gewachsen sind, sie alle werden hier genüsslich aufgefächert.
Der Therapeut versucht, mit Übungen und Tricks das Eis zu brechen - vergeblich. Erst als er selbst durch einen Anruf seiner Gattin aus dem Gleichgewicht geworfen wird, taut die harte Kruste auf, denn plötzlich wenden sich alle dem wesentlich interessanteren Ehedrama des Paartherapeuten zu.

Köstlich, feinfühlend ironisch und fast zärtlich, aber auf jeden Fall mit viel Sympathie, führt uns Daniel Glattauer wieder einmal ins Labyrinth zwischenmenschlicher Beziehungen.

„Wenn es nicht funktioniert, wenn es einfach nicht und nicht funktioniert, wenn man glaubt, dass man schon alles probiert hat, und wenn man noch etwas Zusätzliches probiert, und es funktioniert wieder nicht, dann könnte man ja, dann könnte man ja durchaus auf die Idee kommen, dass man sagt, okay, beenden wir es, lassen wir es sein, hören wir auf, gehen wir auseinander, trennen wir uns.“

Besetzung:
Joana Dorek              MICHAELA MAY
Valentin Dorek         MICHAEL ROLL
Der Paartherapeut  ROBERT GIGGENBACH
  
Regie Bernd Schadewald
Ausstattung Thomas Pekny
Aufführungsrechte: Thomas Sessler Verlag GmbH Wien

Pressestimmen zur österreichischen Uraufführung

Wenn Joana und Valentin Dorek zum Eheberater kommen, sind sie so ziemlich am Rande des Nervenzusammenbruchs und balancieren an ihrer letzten Möglichkeit entlang. (...) Aber weil sie imstande sind, im Lauf des Stücks ihre anfängliche Liebe zu beschwören, gelingen dann auch Szenen der Annäherung richtig berührend. Am Text liegt's nicht, aber diese beiden Schauspieler machen's auf allerhöchstem Niveau.
Online Merker Wien

Fazit: Eine routinierte Komödie mit erwartbaren Wendungen, geadelt von ausgezeichneten Darstellern.
KURIER Wien

"Die Wunderübung" dürfte auch zum Kassenhit werden. Glattauer beweist darin einmal mehr, dass er eingängige Geschichten in pointierte Dialoge zu kleiden vermag; seine Wohlfühlliteratur bleibt zwar bisweilen nah am Klischee - vermag Erwartbares aber auf verblüffende Art weiterzudrehen. Auch "Die Wunderübung" hält überraschende Wendungen bereit. (...) Ein Lehrbeispiel falsch verstandener Streitkultur, Glattauers sanfte Kritik an der Paartherapie-industrie. Boulevardkomödien leben bekanntlich vom Geschlechterkampf. Daniel Glattauer hat das Sujet um eine Komponente bereichert: "Die Wunderübung" lotet geschickt das komödiantische Potenzial von Paartherapien aus. Lang lebe der Ehestreit.
Wiener Zeitung Wien

Die Eheleute zanken sich derart meisterhaft, dass sie in der zweiten, handlungsgetriebenen Hälfte des Stücks selbst ihrem Therapeuten helfen, als dieser ihnen offenbart, gerade von seiner Frau verlassen worden zu sein. (...) Dass sie so sind, wie man Eheleute zu kennen glaubt, sorgt für Heiterkeit.
Der Standard Wien

Der Therapeut, der sich noch als genialer Vertreter seines Faches erweisen wird, rettet die Show: etwa, wenn er genussvoll ein Joghurt verspeist, während seine Klienten in eine Meditationsübung vertieft sind. Oder wenn er ihre sprachlichen Entgleisungen auf den Boden der therapeutischen Realität zurückholt: "Sie haben eine außergewöhnlich lebendige Streitkultur auf hohem Niveau."
Das Premierenpublikum amüsiert sich köstlich ob dieser Wortgefechte. Am unterhaltsamsten sind die Szenen, in denen Valentin und Joana bei Übungen, etwa mit Handpuppen, lernen sollen, sich in den anderen hineinzuversetzen - und hoffnungslos scheitern. Beziehungsprobleme und die Tricks der Paartherapeuten dürfte Glattauer gut kennen, er hat selbst eine Ausbildung zum psychosozialen Berater absolviert. Womöglich ist die Moral der Geschichte also fachlich belegt: dass nämlich eine temperamentvolle, kampflustige Beziehung manchmal besser sein kann, als eine harmonische, reibungslose, der das Feuer ausgegangen ist. Oder, wie es die streitbare Ehefrau Joana ausdrückt: "Lieber dreimal verglühen als einmal erfrieren." So gesehen könnte der Besuch des Theaterstücks (zu zweit) auch eine Art Paartherapie sein. In dieser Hinsicht ist die "Wunderübung" wohl gelungen.
Die Presse Wien

Durchaus amüsant, einem Paar beim "Disput" zuzuhören, sofern er geistreich ist.
Salzburger Nachrichten

Großer Jubel um Daniel Glattauers Komödie. Die Eheleute Dorek kennen einander in- und auswendig. Sie können sich gegenseitig in den Magen sehen, und das schafft Probleme. Sie scharfzüngig wie eine Rasierklinge, er mit der Sensibilität eines Kohlenkübels gesegnet. Die Spielweise der beiden bedient hervorragend die vorgefertigten Muster dieses gutbürgerlichen Paares. Wie bei einem Pingpongspiel fliegt der Ball hin und her und meistens landet er doch im Netz. Daneben steht der teddybärartige Eheberater, der versucht, die beiden über Rollentausch und Partnerübungen aus der Reserve zu locken. Dem Premierenpublikum in den Kammerspielen kommen die auf der Bühne geäußerten Dialoge ziemlich bekannt vor, wenn man die Reaktionen und Lacher richtig deutet.
Kleine Zeitung Graz

Drei Schauspieler brillieren!
Oberösterreichische Nachrichten Linz

Fotos:1.©Janine Guldener, 2.©Pascal Albandopulos 3.©Janine Guldener, 4.©L. La Rocca


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