4. Stück

Theater am Kurfürstendamm

Der Mentor

Montag, 29.01.2018, 20 Uhr
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Komödie von Daniel Kehlmann
mit Volker Lechtenbrink Achim Wolff, Andreas Christ, Anja Boche und Oliver Dupont

Volker Lechtenbrink wird die Tournee „Der Mentor“ leider nicht spielen können, da er sich nach dem operativen Eingriff im November noch nicht gänzlich erholt hat und sich schonen muss. Er bedauert seine Absage sehr.
Wir freuen uns, dass für ihn Achim Wolff die Rolle des Benjamin Rubins übernehmen wird.



Bild "Achim Wolff_c_Oliver Betke.jpg"Benjamin Rubin, 65 Jahre alt, ist durch sein frühes Theaterstück „Der lange Weg“ zum Literaturstar geworden. Seit vierzig Jahren hat er nichts Vergleichbares zustande gebracht. Martin Wegner, aufstrebender Jungdramatiker, ist die „hoffnungsvolle Stimme einer Generation“, wie ihm ein Online-Magazin bescheinigt. Durch das Mentor-Projekt einer Kulturstiftung treffen die beiden ungleichen Schriftsteller nun aufeinander: Rubin soll Wegners neues Stück „Namenlos“ betreuen. Eingelassen haben sich die beiden auf das einwöchige Experiment eigentlich nur des Geldes wegen. So sitzen nun die zwei zusammen in einer abgeschiedenen Villa auf dem Land, umgeben von einem Tümpel voller Frösche, Martin Wegners attraktiver Frau Gina und dem fürsorglichen Herrn Wangenroth von der Kulturstiftung, der eigentlich selbst lieber Künstler wäre ...
Schon bald eskaliert der literarische Gedankenaustausch zum Hahnenkampf zweier Egomanen, die einander nichts schuldig bleiben.
Bestsellerautor Daniel Kehlmann wirft in seinem Stück „Der Mentor“ einen tiefen Blick in die Seelen zweier Besessener, zündet „Blitze aus Pointengewittern“ (FAZ) und führt nebenbei ganz spielerisch den Kulturbetrieb und seine Eigentümlichkeiten vor.

Achim Wolff Benjamin Rubin
... wurde in Berlin geboren und studierte an der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg. Nach dem Studium gab er häufig den jugendlichen Liebhaber, wie z.B. den Romeo. Mit dem Älterwerden änderten sich die Rollen: Mephisto, Egmont, Malvolio u.v.a. Quedlinburg, Greifswald und Brandenburg waren Theaterstationen. Seine Ader für die leichte Muse brachte ihn 1983 zurück nach Berlin, an die beliebte Boulevardbühne „Das EI“ am Friedrichstadtpalast. Nebenbei arbeitete er auch als Regisseur an verschiedenen Theatern und beim Deutschen Fernsehfunk. Nachdem 1992 „Das EI“ vom Senat „in die Pfanne gehauen“ wurde, war er als freier Schauspieler und Regisseur tätig. Im Fernsehen sah man ihn u.a. in „Ach du fröhliche“ mit Harald Juhnke und „Ich liebe eine Hure“ mit Uwe Bohm. Serienfans kennen ihn als Rudi Reschke aus „Salto Postale“, „Salto Kommunale“ und „Salto Speziale“ mit Wolfgang Stumph. 2003 war er einer der fünf liebenswürdigen Alten in „Alt & durchgeknallt“, „Bei Krömers“ der Opa Krömer und alle Jahre wieder gab er in der „Beutolomäus“-Serie des KI.KA den Weihnachtsmann. Zudem wirkte er in zahlreichen Serien wie „In aller Freundschaft“, „Der letzte Zeuge“, „Polizeiruf 110“, „Notruf Hafenkante“, „SOKO Wismar“ etc. mit. Am Renaissance-Theater, Theater und Komödie am Kurfürstendamm, Komödie Winterhuder Fährhaus Hamburg, Komödie Dresden, Hans Otto Theater Potsdam und der Komödie im Bayerischen Hof in München war und ist er häufig zu Gast. Renate Krößner war seine Partnerin in „Die Kaktusblüte“, mit Horst Naumann und Brigitte Grothum stand er in „Bank in der Sonne“ auf der Bühne. Er tourte als „Kaiser vom Alexanderplatz“ durch Deutschland. In „Mögliche Begegnung“ spielte er Georg Friedrich Händel. Zum 100-jährigen Jubiläum des Harzer Bergtheaters in Thale gab er 2003 den „Hauptmann von Köpenick“. 2006 war er der Baron von Münchhausen in der Kinderrevue am Friedrichstadtpalast. 2010 sah man ihn als Professor Unrat in der Theaterrevue „Der blaue Engel“ im Leipziger Spiegelzelt. Am Hans Otto Theater Potsdam hat er „Marlene“ von Pam Gems, „Heute abend - Lola Blau“ von Georg Kreißler und die selbst entworfene Hommage für Hildegard Knef „Ich bin den weiten Weg gegangen“ inszeniert. Er spielte am Theater Kurfürstendamm u.a. mit Anita Kupsch und Wolfgang Spier in „Geschichten von Mama und Papa“, in der schwarzhumorigen Komödie „Fisch zu viert“, in über 1300 Vorstellungen von „Pension Schöller“ als Philipp Klapproth, des Weiteren gemeinsam mit Florian Martens in der Slapstick-Komödie „Das Ende vom Anfang“ und mit Judy Winter und Chariklia Baxevanos in „Spätlese“. In den letzten Jahren bot ihm das Schlosspark Theater Berlin interessante Rollenaufgaben: „Ein Mann fürs Grobe“ mit Désirée Nick, „Geliebter Lügner“ mit Brigitte Grothum, „Vor Sonnenuntergang“ mit Dieter Hallervorden und aktuell „Honig im Kopf“, eine Produktion, mit der er auch auf Tournee unterwegs war.

Bild "1479742580_der_mentor_achrist_c_oliverfantitsch.JPG"Andreas Christ Martin Wegner
... sammelte erste Schauspielerfahrungen in den Kinofilmen „Mädchen, Mädchen“ von Dennis Gansel sowie „REC“ von Marco Kreuzpaintner. Zudem war er als einer der Hauptdarsteller des Fernsehfilms „Hand in Hand“ an der Seite von Sophie Rois und Martin Wuttke zu sehen. Auf seine Schauspielausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin folgten Engagements am Berliner Ensemble, wo er unter der Regie von Claus Peymann, Thomas Langhoff und Manfred Karge spielte, Gastengagements am Staatsschauspiel Dresden und am Maxim Gorki Theater Berlin. Am Deutschen Theater Berlin spielte er in Jette Steckels Inszenierung „Caligula“, am Residenztheater München unter der Regie von Jan Philippe Gloger in „Viel Lärm um nichts“. 2012 zeigte er an der Oper Kiel in „The Black Rider“ als Wilhelm auch sein gesangliches Talent. Am Altonaer Theater war er u. a. in „Clockwork Orange“ und „Zusammen ist man weniger allein“ zu erleben. 2013 übernahm er bei den Festspielen in Bad Hersfeld die Rolle des Felton in Dumas „Die drei Musketiere“ unter der Regie von Volker Lechtenbrink. Auch für Kino- und TV-Produktionen steht Andreas Christ regelmäßig vor der Kamera, so zum Beispiel für „SOKO 5113“, „Küstenwache“ oder in „Staub auf unseren Herzen“, dem letzten Kinofilm mit Susanne Lothar, bei dem Hanna Doose Regie führte. 2015 arbeitete er zum ersten Mal unter der Regie von Friedemann Fromm für den TV-Film „Lautloser Schrei“, 2016 drehte er mit Anna Loos eine Folge der ZDF-Serie „Helen Dorn“.

Anja Boche Gina Wegner
Die gebürtige Schwerinerin studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater Hannover und spielte noch während ihrer Ausbildung an der Seite von Ulrich Tukur die Lucy in der „Dreigroschenoper“ (Brecht/Weill) amHamburger St. Pauli Theater. Es folgten Hauptrollen am Schauspiel Frankfurt und Essen, z.B. Hedvig in Ibsens „Die Wildente“, Kriemhild („Die Nibelungen“ von Hebbel) und die Braut in Lorcas „Bluthochzeit“. Zuletzt spielte sie am Schlosspark Theater, Berlin an der Seite von Dieter Hallervorden die Tochter Lucille in Molières „Der Bürger als Edelmann“. Zeitgleich zu ihren Theaterengagements dreht sie auch immer wieder für das Fernsehen. Einem breiteren Publikum wurde sie 2008 durch die weibliche Hauptrolle in der ZDF-Serie „Wege zum Glück“ bekannt. Es folgten Hauptrollen in den ZDF-Filmen „Wiedersehen in Rose Abbey“ und „Weihnachten im Morgenland“, außerdem Episodenrollen u.a. in „Ein starkes Team“, „Deutschland 83“ und „Mord mit Aussicht“.

Bild "1407919776_130918dermentor0065.JPG"Oliver Dupont Erwin Wangenroth
... war an der Berliner Komödie am Kurfürstendamm neben den „39 Stufen“ in den Stücken „Boeing, Boeing“, „Achtung Deutsch!“ und 2014 in Daniel Kehlmanns „Der Mentor“ zu sehen. Mit „Weihnachten auf dem Balkon“ ist er im Winter 2016 am Hamburger Winterhuder Fährhaus zu Gast und im Herbst 2017 auf Tournee. Zuletzt sah man ihn in Hamburg am Ernst Deutsch Theater an der Seite von Dieter Hallervorden in „Der Bürger als Edelmann“. Seit 2013 spielt er – von Presse und Publikum gefeiert – das Solo-Stück „Der Weg zum Glück“ von Ingrid Lausund, mit dem er 2014 auch in Berlin gastierte und 2015 seine Hamburg-Premiere feierte. Weitere Engagements führten Oliver Dupont u.a. nach Düsseldorf, Wuppertal, Bonn, Bremen, Lübeck und Dresden. Außerdem spielte er diverse TV- und Kinorollen, u.a. in der Kinderserie „Löwenzahn“, in der ZDF-Krimi-Reihe „Wilsberg“ sowie im Kinofilm „Mann tut was Mann kann“ unter der Regie von Marc Rothemund.

Folke Braband Regie
... wurde in Berlin geboren und studierte dort Theater- und Literaturwissenschaften. Von 1991 bis 1995 leitete er das Studiotheater magazin im Theater am Kurfürstendamm und war daraufhin als künstlerischer Leiter an der Komödie am Kurfürstendamm tätig. Von 1996 bis 2005 inszenierte er regelmäßig an der Tribüne, die letzten Jahre davon als deren künstlerischer Leiter. Knapp 100 Inszenierungen, u.a. in Berlin, Wien, Hamburg oder München, weisen Braband als Grenzgänger zwischen Komödie, Gegenwartsdramatik und moderner Klassik aus. Neben der Regie ist Braband auch als Autor und Übersetzer (u.a. Molière, Feydeau, Coward) tätig. Seine Version der preisgekrönten Männerstrip-Komödie „Ladies Night“ gehört seit 2001 zu den meistgespielten Werken im deutschsprachigen Raum. 2015 inszenierte Braband an der Komödie am Kurfürstendamm „Zwei wie wir“ mit Stefan Jürgens und Valerie Niehaus, sowie die Uraufführung seiner eigenen Komödie „Mittendrin“ mit u.a. Manon Straché und Andreas Schmidt, außerdem „Das weiße Rössl“ im Theater Ingolstadt, „Aufstieg und Fall von Little Voice“ und „Der nackte Wahnsinn“ an den Wiener Kammerspielen sowie „Auf Messers Schneide“ von Jordi Galceran am Schlosspark Theater, Berlin. Für „Eine Sommernacht“ von David Greig, mit Tanja Wedhorn und Oliver Mommsen, erhielt er 2013 bei den 2. Hamburger Privattheatertagen in der Kategorie Komödie den Monica Bleibtreu Preis. Nach „Fettes Schwein“ (2012) inszenierte Braband 2016 mit „Lieber schön“ am Kurfürstendamm erneut ein Stück von Neil LaBute, das im Frühjahr 2018 auch auf Tournee zu sehen sein wird.

Daniel Kehlmann Autor
.. , 1975 in München geboren, lebt in Berlin. Sein Werk wurde u.a. mit dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung, dem WELT-Literaturpreis, dem Per-Olov-Enquist-Preis, dem Kleist-Preis und dem Thomas-Mann-Preis ausgezeichnet. Der Roman „Die Vermessung der Welt“, in bisher 46 Sprachen übersetzt und von Detlev Buck verfilmt, wurde zu einem der erfolgreichsten deutschen Romane der Nachkriegszeit. Daniel Kehlmann ist Mitglied der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur sowie der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Zuletzt veröffentlichte er den Roman „F“ und seine Frankfurter Poetikvorlesungen „Kommt, Geister“. Weitere Veröffentlichungen sind: „Beerholms Vorstellung“ (Roman, 1997), „Unter der Sonne“ (Erzählungen, 1998), „Mahlers Zeit“ (Roman, 1999), „Der fernste Ort“ (Novelle, 2001), „Ich und Kaminski“ (Roman, 2003), „Die Vermessung der Welt“ (Roman, 2005), „Wo ist Carlos Montúfar?“ (Über Bücher, 2005), „Requiem für einen Hund“ (Ein Gespräch mit Sebastian Kleinschmidt, 2008), „Ruhm“ (Ein Roman in neun Geschichten, 2009), „Lob“ (Über Literatur, 2010), „Die Geister in Princeton“ (Theaterstück, 2011), „Der Mentor“ (Theaterstück, 2012).

Pressezitate:
„Treffsicher und temporeich, mal spannend und dramatisch, mal amüsant und voll verstecktem Humor ... In einer hervorragenden Darstellung spielten sich die Protagonisten geschickt die Bälle zu.“ (Gelnhäuser Tageblatt, Bad Orb)
„ ... eine Sprachwitz-Komödie auf hohem Niveau. Für Volker Lechtenbrink ist die Rolle des Mentors eine Paraderolle.“ (Norddeutsche Rundschau, Itzehoe)

„Volker Lechtenbrink nutzt virtuos alle Möglichkeiten der Rolle. Als leicht erregbarer Jungautor ...war Andreas Christ nicht minder aus- und eindrucksvoll. Anja Boche gab mit ihrem herzhaften Spiel eine famose Gina ab. Oliver Dupont überzeugend ... als Wangenroth, vervollständigte das
feine Darstellerquartett.“ (Augsburger Allgemeine, Gersthofen)
„ ... brillantes Spiel der Akteure ... Ein kluges, pointenreiches Konversationsstück über die Hybris
von Kunst und Kulturbetrieb." (Gelnhäuser Neue Zeitung, Bad Orb)
„… ein geistreiches Vergnügen.“ (Kreiszeitung Wesermarsch, Nordenham)
„So ist „Der Mentor“ nicht nur eine vergnügliche, pointenreiche Komödie, sondern zugleich ein bissiger Blick auf die Literatur und Kunstszene.“ (Rotenburg-Bebraer Allgemeine, Bad Hersfeld)
„Unter der Regie von Folke Braband zeigte das vierköpfige Ensemble kurzweiliges, tempo- und facettenreiches Spiel. Bei aller Ernsthaftigkeit des Stoffs mangelte es der Inszenierung keineswegs an Witz und bitterem Humor.“ (Südwest Presse, Freudenstadt)

Besetzung:
Benjamin Rubin Volker Lechtenbrink
Martin Wegner Andreas Christ
Gina Wegner Anja Boche
Erwin Wangenroth Oliver Dupont

Regie Folke Braband Bühnen- und Kostümbild Stephan Dietrich
Musik Felix Huber

Fotos: © Oliver Betke, © Oliver Fantitsch

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