Foto © Dorothee Falke

Schwiegermutter und andere Bosheiten

Komödie mit Simone Rethel, Michael von Au u.a.

23.11.2022, 20:00 Uhr

Schwiegermutter und andere Bosheiten

Komödie von Alexander Ollig

mit Simone Rethel, Michael von Au, Susu Padotzke, Pascal Breuer und Mia Geese

Münchner Tournee

     

Henrike und Claudine sind alte Freundinnen, da kann man die jeweils andere schon mal unangemeldet besuchen – keine Frage. Doch als Claudine jetzt bei Henrike und ihrem Mann Bernhard aufkreuzt, um den beiden Uwe, ihren Zukünftigen, vorzustellen, droht dieser Besuch zum Stich ins Wespennest zu werden: Henrike ist nämlich gerade im Begriff, sich von Bernhard zu trennen, aber das will sie der Freundin natürlich nicht gleich zur Begrüßung auf die Nase binden. Auch dass sie mal was hatte mit dem charmanten Uwe, ist zwar kaum zu übersehen, geht aber keinen was an. Allerdings scheint auch ihre Mutter, die zu Bernhards Leidwesen mit im Haus wohnt, seltsam vertraut mit dem Unbekannten! Und dass der Neue von Henrikes Tochter Eva, von dem sie am Telefon so schwärmt, ausgerechnet Uwe heißt, ist doch sicher auch kein Zufall! Bei einem solchen Frauenverschleiß kann es kaum verwundern, dass Uwes Handygeflüster „mein Goldstück, mein heißes kleines Goldstück“ seiner Sekretärin Frau Sommer gilt…


Ein amüsanter Reigen von Irrungen und Wirrungen, ganz nach dem Motto: Es gibt Männer für jede Jahreszeit - aber hier ist einer für jede Generation…

 

Besetzung:

Gerda : Simone Rethel

Bernhard:  Michael von Au

Henrike:  Susu Padotzke

Uwe:  Pascal Breuer

Claudine:  Mia Geese

   

Regie:  Pascal Breuer

Ausstattung:  Thomas Pekny

Aufführungsrechte Ahn & Simrock GmbH Hamburg

Eine Produktion der Komödie im Bayerischen Hof München

Direktion: René Heienrsdorff


Alexander Ollig, der Autor

ist in Mönchengladbach aufgewachsen und studierte neuere und ältere deutsche Literatur an der RWTH Aachen. 1986 schloss er das Magisterstudium mit einer Arbeit über den protestantischen Geistlichen und Autor Johann Rist ab, anschließend arbeitete er mehr als zwei Jahrzehnte in ver-schiedenen Bereichen des ZDF. Als Redakteur verantwortete er unter anderem die Krimireihen Rosa Roth und Sperling und… sowie die Serien Schlosshotel Orth und Samt & Seide. Für seine Arbeit als Redakteur wurde er zweimal mit dem Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie Bester Fernsehfilm/ Mehrteiler ausgezeichnet. 2008 wechselte er als Produzent zur Bavaria Fernsehproduktion München. Dort produziert er neben anderem 30 Weißblaue Geschichten und Weißblaue Wintergeschichten und seit 2003 mehr als 300 Folgen der ZDF-Erfolgsserie Die Rosenheim-Cops. 2017 wurde die Produktion für ihre Verdienste um die bayerische Kunst und Kultur mit dem Bayerischen Poetenthaler ausgezeich-net. 2009 erschien sein Roman Im falschen Augenblick im Bastei Lübbe Verlag. Er schrieb für das Theater mehrere Boulevardkomödien, unter anderem auch Verwandte und andere Betrüger. Seine Stücke wurden von verschiedenen Bühnen im deutschsprachigen Raum aufgeführt. Alexander Ollig lebt in einem Winzerort in der Nähe von Mainz und in München.


Simone Rethel

wurde bereits im Alter von 16 Jahren vom Regisseur Axel von Ambesser für die Verfilmung von Wilhelm Buschs Die fromme Helene engagiert. Axel von Ambesser wurde ihr künstlerischer Vater und Mentor, er und Carl Heinz Schroth waren ihre wichtigsten Lehrer. Sie spielte am Residenztheater und am Deutschen Theater in München, am Hamburger Thalia Theater, am Renaissance Theater in Berlin sowie an fast allen Boulevardtheatern Deutschlands. Simone Rethel wirkte in zahlreichen TV-Sendungen wie Der Kommissar, Derrick, Schöne Ferien, Villa Hortensia, Tatort, Immer wieder Sonntag, Nur für Busse, Stubbe – Von Fall zu Fall, Diese Drombuschs, In aller Freundschaft sowie in SOKO München, Sturm der Liebe oder den Rosenheim Cops mit; zuletzt drehte sie eine Episodenhauptrolle in der beliebten ZDF-Serie SOKO Stuttgart. In der Komödie im Bayerischen Hof feierte sie zuletzt im Sommer 2019 mit dem Stück Wir sind die Neuen große Erfolge. Neben ihrer Arbeit als Schauspielerin widmet sie sich der Malerei und der Fotografie.

1992 gab sie dem Mann das Ja-Wort, den sie schon seit ihrer Kindheit liebte und verehrte: Johannes "Jopie" Heesters. Seitdem stand sie zusammen mit ihrem Mann über 20 Jahre lang auf Theaterbühnen und vor Fernsehkameras im In- und Ausland. Simone Rethel-Heesters brachte zwei Bildbände heraus, die thematisch ihrem Mann gewidmet sind, 2010 erschien ihr Sachbuch Sag nie, du bist zu alt. Als Botschafterin der Initiative „Altern in Würde“ macht sie sich stark für eine bessere Aufklärung bei Demenzerkrankungen und plädiert für aktives Leben und Arbeiten bis ins hohe Alter. Zu diesem Thema erschien im Sommer 2021 ihr aktueller Bildband Alterslos – Grenzenlos mit Gesprächen und Fotos von älteren und noch sehr aktiven bekannten Persönlichkeiten.

 

Michael von Au

studierte Schauspiel an der Schauspielschule Maria Körber in seiner Heimatstadt Berlin. Von dort engagierte ihn Dieter Dorn 1988 an die Münchner Kammerspiele, wo er unter anderem in der Inszenierung Dorns von Shakespeares König Lear, Prinz von Homburg und Brechts Herr Puntila und sein Knecht Matti – inszeniert von Franz Xaver Kroetz – mitwirkte. 2001 wechselte von Au mit Dieter Dorn an das Bayerische Staatsschauspiel, zu dessen Ensemble er bis zur Spielzeit 2010/2011 gehörte. Dort war er unter anderem unter Dorns Regie in Der Kaufmann von Venedig, Der Gott des Gemetzels und Alkestis zu sehen, in Geschichten aus dem Wienerwald (Regie: Barbara Frey), Ein Mond für die Beladenen (Thomas Langhoff) sowie zusammen mit Tim Bergmann in Die Au Mann Schau – „spontan aber herzlich“, bei der sie gemeinsam Regie führten. 2008 erhielt er den Merkur-Theaterpreis. Seit Michael von Au als freier Schauspieler arbeitet, war er unter anderem in Berlin am Theater am Kurfürsten-damm, am Frankfurter Fritz-Rémond-Theater, am Gärtnerplatztheater in München und an der Komödie im Bayerischen Hof zu sehen. Hier stand er in Die Wahrheit und Der dressierte Mann auf der Bühne. Michael von Au arbeitet seit Jahren auch immer wieder für das Fernsehen und war in diversen Serien und Fernsehfilmen vertreten. Bekannt wurde er vor allem durch Gabi Kubachs Filme Die Braut meines Freundes und Die Hochzeit meines Freundes. Gabi Kubach besetzte ihn auch für ihren Zweiteiler Das Bernsteinamulett. Große Popularität errang Michael von Au durch die Serienhauptrolle des Florian Unger in Samt und Seide. Es folgten zahlreiche Auftritte in Film und Fernsehen, u.a. für die SOKO 5113, Der Alte, Traumschiff oder Die Braut vom Götakanal.


Susu Padotzke

Susu Padotzke wurde in Rheinland-Pfalz geboren und studierte nach dem Abitur zunächst Opern-gesang an der Musikhochschule in Freiburg. Nach ihrer Schauspielausbildung in Zürich zog sie mit

ihrer Familie nach München. Als Schauspielerin auf der Bühne ging sie 2013 mit ihrer eigenen Musik-theaterproduktion Gioia - eine neapolitanische Begegnung auf Tournee. Für die Theaterproduktion Traumfrauen bekam sie den hessischen Kulturpreis. Als Schauspielerin war sie u.a. in TV-Produktionen wie dem Vierteiler Der Doc und die Hexe, Um Himmels Willen, München Mord, Inga Lindström, Kommissar Pascha, Unzertrennlich nach Verona, Frühling oder auch Serien wie SOKO 5113, Die Rosenheim Cops und Forsthaus Falkenau zu sehen. Seit 2017 spielt sie auch in der Kultserie Hubert und/ohne Staller die Gerichtsmedizinerin Dr. Caroline Fuchs und übernimmt in der ARD-Reihe Reiterhof Wildenstein die durchgehende Rolle der Gräfin Loretta von Donner.

 

Mia Geese

Die gebürtige Rheinländerin lebte schon früh ihre Begeisterung für Theater, Gesang und Tanz aus. Nach Ballett im frühen Kindesalter wurde sie von 2002 bis 2009 in Gesang und Tanz unterrichtet und spielte in der Zeit u.a. Maria Magdalena in Jesus Christ Superstar. Von 2008 bis 2011 war sie zudem Mitglied des Nachwuchsensembles am Jungen Theater Bonn. Nach dem Vorbild ihrer Großeltern entschied sie sich nach dem Abitur für eine klassische Schauspielausbildung und beendete 2014 nach vier Jahren ihr Studium. Noch während der Ausbildung spielte sie unter anderem die Grete in Kafkas Die Verwandlung, Irene Prantl in Glaube Liebe Hoffnung oder Lisbeth in Das kalte Herz an der Studio-bühne. Von 2012 bis 2016 war sie für Endemol beyond Deutschland als Moderatorin tätig und arbeitet seitdem auch freiberuflich als Schauspielerin und Moderatorin. Im Sommer 2014 und 2015 spielte sie im Rahmen des Sommertheaters Die Möwe von Tschechow in Bonn. Seit 2015 gastiert Mia Geese regelmäßig an Deutschen Theatern, u.a. dem Theater an der Kö Düsseldorf, dem Contra-Kreis-Theater Bonn, dem Schlosstheater Neuwied oder der Komödie am Kurfürstendamm Berlin. Zuletzt spielte sie die Antoinette im Floh im Ohr und die Helena in Shakespeares Ein Sommernachtstraum an den Schlossfestspielen Neersen. In der Komödie im Bayerischen Hof war sie bereits in Der Pantoffel-Panther an der Seite von Jochen Busse und Billie Zöckler sowie in Landeier zu sehen.

 

Pascal Breuer, Regie

spielte nach seiner Ausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München am Bayerischen Staats-schauspiel, am Gärtnerplatztheater, an der Komödie Frankfurt, an der Komödie im Bayerischen Hof sowie an den Komödien Düsseldorf, Köln, Bonn, Essen und Berlin. Er spielte in zahlreichen Film- und Fernseh-produktionen, unter anderem in Eurocops, Diese Drombuschs, Das serbische Mädchen, Sicher ist sicher, Wechselspiel der Liebe, Medicops, Zeit der Erkenntnis, Die Küstenwache, Jenseits des Regenbogens sowie in Soko Kitzbühel, SOKO 5113 und in Café Meineid. Sein Regiedebüt feierte er mit Christopher Durangs Gebrüllt vor Lachen am Münchner Theater 44. Die Komödie Doppelzimmer mit Heiner Lauterbach und Christoph M. Ohrt wurde in seiner Inszenierung auf Tournee, in München und in Berlin gespielt. Weitere Inszenierungen von Pascal Breuer sind Was dem einen recht ist mit Saskia Vester und Eine Stunde Ruhe mit Timothy Peach. Als Synchronsprecher leiht er seine Stimme unter anderem dem Bollywood-Megastar Shah Rukh Khan. An der Komödie im Bayerischen Hof verkörperte er 2005 und 2006 an der Seite von Joachim Fuchsberger den Priesterkandidaten in dem Kult-Stück Der Priester-macher. Außerdem spielte er hier u.a. Hauptrollen im Comedy-Thriller Die 39 Stufen von Hitchcock, im Kriminalstück Warte bis es dunkel ist sowie in den Komödien Avanti Avanti, Auf und davon, Ladies Night, Männerhort, Butterbrot, Othello darf nicht platzen und zuletzt Der Vorname. Mit Ladies Night und Männerhort feierte er auch auf Tournee große Erfolge. Von 2004 bis 2017 stand er als Dr. Johannes Pfeiffer jedes Jahr in der Kultkomödie Die Feuerzangenbowle auf der Bühne. 2006 wurde Pascal Breuer mit dem Merkur-Theaterpreis ausgezeichnet.


Thomas Pekny, Ausstattung

wurde in Linz geboren und besuchte in München die Rudolf-Steiner-Schule. Nach seiner Ausbildung an der Fachschule für Schreiner und Holzbildhauer begann er ein Studium an der Akademie für Bildende Künste in der Klasse Szenenbild bei Prof. Rudolf Heinrich in München. Sein Berufsweg als Bühnen-bildner führte ihn zunächst an das Deutsche Theater nach Göttingen und die Städtischen Bühnen Augsburg, bevor er von 1986 bis 2011 die Ausstattungsleitung am Theater Heilbronn und seit 1983 auch an der Komödie im Bayerischen Hof München übernahm. Als freischaffender Bühnenbildner war er in Hamburg, Berlin, München, Salzburg, Wien, Warschau, Moskau und Peking tätig und arbeitete u.a. mit den Regisseuren Peter Weck, Karl-Heinz Stroux, Günther Fleckenstein, Ingmar Bergman, Klaus Wagner und Filippo Sanjust zusammen. Er übernahm die Ausstattung für zahlreiche Produktionen an diversen namhaften Staatsopern, Theatern und Festspielen. Zuletzt gestaltete Thomas Pekny 2019 u.a. die Bühne für Stille Maus und Stille Nacht und Der Prozess am Landestheater Salzburg, für Shakespeares Wie es euch gefällt am Alten Schauspielhaus Stuttgart, für die deutschsprachige Erstaufführung von Madagascar bei den Luisenburg-Festspielen Wunsiedel sowie für die Operette Der Bettelstudent am Landestheater Linz. Seit 1996 ist er Professor an der Hochschule Pforzheim für Experimentelle Gestaltung, Mode- und Bühnenkostüme. Neben seiner Tätigkeit als Bühnen-, Kostümbildner und Hochschulprofessor war er von Februar 2016 bis Oktober 2021 Intendant und Geschäftsführer der Komödie im Bayerischen Hof und der Münchner Tournee, für die er fortlaufend die Ausstattung zahlreicher Produktionen gestaltet. Mit Goldonis Mirandolina gab Thomas Pekny 2017 darüber hinaus sein Regiedebut.


 

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Kategorie: Theaterveranstaltungen