Foto © Konzertdirektion Landgraf

Extrawurst

Dramödie mit Gerd Silberbauer u. a.

21.04.2022, 20:00 Uhr

Extrawurst

Dramödie in zwei Akten von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob


Wer ihr punktgenaues Pointen-Feuerwerk aus TV-Comedy-Serien und Theater kennt, versteht sofort, dass das durch Soloauftritte praxiserprobte Autorenteam Dietmar Jakobs und Moritz Netenjakob 2006 für die Serie „Stromberg“ mit dem begehrten Grimme-Preis ausgezeichnet wurde. In ihrem neuesten Boulevard-Hit „Extrawurst“ gerät Gerd Silberbauer (als Vorsitzender eines Tennisvereins) durch den Nutzungskonflikt eines neuen Vereinsgrills auf politisch vermintes Gelände:


Eigentlich ist es nur eine Formsache. Die Mitgliederversammlung des Tennisclubs einer deutschen Kleinstadt soll über die Anschaffung eines neuen Grills für die Vereinsfeiern abstimmen. Normalerweise kein Problem – gäbe es da nicht den Vorschlag, auch einen eigenen Grill für das einzige türkische Mitglied des Clubs zu finanzieren. Denn gläubige Muslime dürfen ihre Grillwürste ja bekanntlich nicht auf einen Rost mit Schweinefleisch legen. Eine gut gemeinte Idee, die aber immense Diskussionen auslöst und den eigentlich friedlichen Verein vor eine Zerreißprobe stellt. Denn: Wie viele Rechte muss eine Mehrheit einer Minderheit einräumen? Muss man Religionen tolerieren, wenn man sie ablehnt? Gibt es auch am Grill eine deutsche Leitkultur? Und sind eigentlich auch Vegetarier eine Glaubensgemeinschaft?

Immer tiefer schraubt sich der kleine Konflikt um den Grill in die Beziehungen der Mitglieder. Ebenso respektlos wie komisch stoßen Atheisten und Gläubige, Deutsche und Türken, ‚Gutmenschen‘ und Hardliner frontal aufeinander. Und allen wird klar: Es geht um mehr als einen Grill… Es geht darum, wie wir zusammenleben. Zumal die Grenzen zwischen „rechts und links“, „tolerant und intolerant“, „religiös und ungläubig“ durchaus fließender sind als man denkt…

Die Zuschauer sind als Vereinsmitglieder direkter Teil des Geschehens und erleben mit, wie sich eine Gesellschaft komplett zerlegen kann. Und das in einer schnellen, hochpointierten und sehr aktuellen Komödie.

„Extrawurst“ gehört zu den wichtigsten neuen Stücken!


mit Gerd Silberbauer („Schachnovelle“, „Des Teufels General“, „Der blaue Engel“), Daniel Pietzuch, Matthias Happach, Susanne Theil und Hans Machowiak

Regie: Frank Matthus

Bühnenbild: Tom Grasshof, Monika Maria Cleres

Kostüme: Monika Maria Cleres

EURO-STUDIO Landgraf




Die renommierte Theaterzeitschrift  Die Deutsche Bühne  über „Extrawurst“:

Die Theaterzeitschrift Die Deutsche Bühne führte „Extrawurst“ in ihrer Saisonvorschau als beachtenswerten, »zahlenmäßig sehr starke[n] „Neueinsteiger“«:

»Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob sind erfahrene TV-Comedy-Autoren (aus dem Umkreis von Bastian Pastewka, Anke Engelke und Christoph Maria Herbst). (…) Thematisch ist „Extrawurst“ ein Stück der Stunde.«

Den kompletten Artikel aus Die Deutsche Bühne (09/2019) finden Sie hier.


Über die Premiere unserer„EXTRAWURST“- Produktion im Theater CUBE 521 in Marnach, Luxemburg:

„Am Donnerstag 28.01.2021 ging die gelungene Premiere von EXTRAWURST im Marnacher Cube 521 über die Bühne. Die Dramödie von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob setzt Regisseur Frank Matthus originell und temporeich kurzweilig in Szene. Die Zuschauer sind von Anfang an als Mitglieder des Clubs zum Interagieren in das Geschehen eingebunden. Gerd Silberbauer glänzt charismatisch-souverän in der Rolle des Präsidenten des Tennisclubs Heribert Bräsemann. Daniel Pietzuch gelingt es die Zuschauer in die, mit widersprüchlichem Gedankengut gepaarten, Höhen und Tiefen seiner psychischen Verfassung einzuwickeln. Die Dramatik dieser bitterbösen Komödie wird von allen Darstellern, in den von Intoleranz, Ängsten und Offenbarungen bestimmten Diskussionen, in den sich immer schärfer zuspitzenden Dialogen, mit Humor voll zur Geltung gebracht. Frank Matthus gelingt mit seiner Inszenierung die perfekte Balance zwischen hochaktueller Komödie und schonungsloser Gesellschaftskritik.

Trotz coronabedingter Reduzierung der Zuschauer im Saal genoss das Publikum den Abend in vollen Zügen und bedankte sich mit sehr viel Applaus.“


Pressestimmen anderer Produktionen  zum Stück:

„Extrawurst“ (…) mit Biss

Die Autoren der Fernsehserie „Stromberg“ loten in ihrer Gesellschafts-Satire aus, wie weit Toleranz und Integration gehen. (…) Es geht um die Wurst. Die Schweinswurst. Und um Toleranz. Es geht ums Ganze. (…) Das Stück ist viel mehr als ein satirisches Kabarettfeuerwerk (…). Es wird viel gelacht an diesem Abend. Zwischen lautem »Hahaha!« und verboten klingendem »Hohoho!« sind alle Humor-Tonalitäten dabei. Interessant ist, wer wann lacht. Und so wird dieses Stück, das sich wenig um politisch korrekten Bühnensound schert, zu einem guten Indikator für unsere Diskussionskultur.

HAMBURG Daniel Kaiser, NDR 90,3, 09.10.2019


Dank „Stromberg“-Autoren: Spiel, Satz und Sieg (…)!

HAMBURG Stefan Reckziegel, Hamburger Abendblatt, 07.10.2019

Wenn die Bratwurst zu Schreiduellen führt

Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob haben mit ihren spitzen Federn schon einiges an irrwitziger Komik im deutschen Alltag skizziert, so in der Fernsehserie „Stromberg“.

HAMBURG Susanne Maiwald, welt.de, 08.10.2019


Kulturkampf am Grillbuffet

Die Satire „Extrawurst“ von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob mausert sich zum Theaterhit. Das Stück über einen Tennisclub, in dem aus einem nichtigen Grund Rassismus ausbricht, hat Diskussionspotenzial – und lässt die Zuschauer mitbestimmen. (…)

„Extrawurst“ ist eine Komödie mit Abgründen, die zeigt, wie sich eine harmlose Diskussion verselbstständigt.

MÜNSTER Stefan Keim, Deutschlandradio, 11.01.2020

Die Komödie „Extrawurst“ spielt mit Vorurteilen

Das Stück „Extrawurst“ des Autorenduos Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob (die beide Comedy-Meriten mit Formaten wie „Pastewka“ oder „Stromberg“ verdient haben) ist auf dem Weg zum bundesweiten Bühnen-Hit. Wenig erstaunlich. Schließlich beschwört ihre Komödie im Dialogtempo eines ansehnlichen Wimbledon-Matches eine vergnügliche Provinzposse herauf. Die folgt der Eskalationslogik der gegenwärtig grassierenden Empörungshysterie.

BERLIN Patricki Wildermann, Der Tagesspiegel, 17.12.2019


Boulevard mit politischem Anspruch

BERLIN Andre Sokolowski, freitag.de, 15.12.2019

Es ist eine böse, eine schwarze Fastnacht, die den Autoren da gelungen ist, in der die Personen tief in ihr Unbewusstes klettern und nicht wieder herausfinden. Sie sind auf einmal gar nicht mehr so locker und tolerant, wie sie sich sonst geben.

BERLIN Irene Bazinger, Berliner Zeitung, 16.12.2019

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Kategorie: Theaterveranstaltungen