Foto © Janine Guldener

Der Sittich

Komödie mit Michaela May und Krystian Martinek

02.12.2021, 20:00 Uhr

DER SITTICH (La perruche)

Komödie von Audrey Schebat Deutsch von Leyla-Claire Rabih und Frank Weigand


Ein Mann und eine Frau sitzen vor dem Fernseher, der Tisch ist festlich gedeckt, die Kerzen brennen, man nascht von den hors d’oeuvres. Die Freunde David und Catherine müssen gleich da sein – zum gemeinsamen Abendessen. Da klingelt das Handy – David sagt ab: Einbrecher seien bei ihnen eingestiegen, Kleider, Schmuck und ein echter Degas von Catherines Großvater seien weg, sie selbst sei auch noch nicht zu Hause – merkwürdigerweise – und er müsse jetzt auf die Polizei warten. Das Mitleid mit den Beraubten schlägt bei den beiden schnell um in Spekulationen über das Verschwinden Catherines: Hatte sie einen Unfall? Hat sie noch zu tun in ihrer kleinen Handlung für Ziervögel? Oder hat sie David gar verlassen? Je länger der Disput über die Abwesenden dauert, die Frau ihre Freundin verteidigt und er seinen Kollegen, desto deutlicher wird ihre radikal unterschiedliche Sicht der Dinge, desto absurder werden die Missverständnisse, desto intimer werden die Offenbarungen; und so stellt das Paar gnadenlos die eigene Beziehung auf den Prüfstand – und am Ende ist nichts mehr so, wie es am Anfang war.

 

 

Sie                                                                                MICHAELA MAY

Er                                                                                    KRYSTIAN MARTINEK

 

 

Regie                                    Bernd Schadewald

Ausstattung                Thomas Pekny

 

Aufführungsrechte: Theaterverlag Desch GmbH Berlin

Eine Produktion der Komödie im Bayerischen Hof München

Direktion: Prof. Thomas Pekny | Veronika Freitag



DIE AUTORIN

Audrey Schebat

Audrey Schebat schreibt für Theater, Film und Fernsehen. Ihre Kurzfilme wurden vielfach ausgezeich-net, ihre Drehbücher unter anderem von M6, France Télévisions und Canal Plus sowie in internationa-len Kooperationen verfilmt. Seit einigen Jahren schreibt Audrey Schebat auch fürs Theater. Mit Der Sittich erscheint ihr erstes Stück auf Deutsch, das bei seiner Uraufführung am Théâtre de Paris im September 2017 ein großer Erfolg wurde.

REGIE

Bernd Schadewald

Seit mehr als 40 Jahren arbeitet Bernd Schadewald als Autor und Regisseur vorwiegend für das Fernsehen. Für seine Filme Der Hammermörder, Angst oder Schicksalsspiel erhielt er zweimal den Adolf-Grimme-Preis, den Regiepreis der Akademie der Künste, den Telestar und weitere, teils internationale Auszeichnungen, für seine Tatort-Folge Voll auf Hass den Civis. Doch auch seine weiteren Produktionen wie z.B. Schuld war nur der Bossa Nova, Der Pirat oder Ein großes Ding (nach dem Gladbecker Geiseldrama) – um nur einige zu nennen – waren sowohl bei der Kritik als auch bei den Zuschauern mehr als erfolgreich. Hin und wieder arbeitet Bernd Schadewald auch am Theater. So inszenierte er am Schauspiel Bonn den Klassen-Feind und Clockwork Orange, unter Mitwirkung und der Musik der Toten Hosen. Für die Komödie im Bayerischen Hof ist Der Sittich nach Toutou, Die Wunderübung sowie Trennung frei Haus bereits die vierte Arbeit.

 

AUSSTATTUNG

Thomas Pekny

wurde in Linz geboren und besuchte in München die Rudolf-Steiner-Schule. Nach seiner Ausbildung an der Fachschule für Schreiner und Holzbildhauer begann er ein Studium an der Akademie für Bildende Künste in der Klasse Szenenbild bei Prof. Rudolf Heinrich in München. Sein Berufsweg als Bühnen-bildner führte ihn zunächst an das Deutsche Theater nach Göttingen und die Städtischen Bühnen Augsburg, bevor er von 1986 bis 2011 die Ausstattungsleitung am Theater Heilbronn und seit 1983 auch an der Komödie im Bayerischen Hof München übernahm. Als freischaffender Bühnenbildner war er in Hamburg, Berlin, München, Salzburg, Wien, Warschau, Moskau und Peking tätig und arbeitete u.a. mit den Regisseuren Peter Weck, Karl-Heinz Stroux, Günther Fleckenstein, Ingmar Bergman, Klaus Wagner und Filippo Sanjust zusammen. Er übernahm die Ausstattung für zahlreiche Produktionen an diversen namhaften Staatsopern, Theatern und Festspielen. Zuletzt gestaltete Thomas Pekny 2019 u.a. die Bühne für Stille Maus und Stille Nacht und Der Prozess am Landestheater Salzburg, für Shakespeares Wie es euch gefällt am Alten Schauspielhaus Stuttgart, für die deutschsprachige Erstaufführung von Madagascar bei den Luisenburg-Festspielen Wunsiedel sowie für die Operette Der Bettelstudent am Landestheater Linz. Seit 1996 ist er Professor an der Hochschule Pforzheim für Experimentelle Gestaltung, Mode- und Bühnenkostüme. Neben seiner Tätigkeit als Bühnen-, Kostümbildner und Hochschulprofessor ist er seit Februar 2016 Intendant und Geschäftsführer der Komödie im Bayerischen Hof und der Münchner Tournee, für die er fortlaufend die Ausstattung zahlreicher Produktionen gestaltet. Mit Goldonis Mirandolina gab Thomas Pekny 2017 darüber hinaus sein Regiedebut.

 

DER SCHAUSPIELER

Krystian Martinek

Krystian Martinek ist ein deutscher Drehbuchautor, Schauspieler, Theater- und Fernsehregisseur. 1948 in Warschau geboren, absolvierte er eine Ausbildung an der Schauspielschule Bochum. Danach spielte er unter anderem am Schauspielhaus Bochum, bei den Salzburger Festspielen und am Thalia Theater in Hamburg. Einem breiten Publikum ist Krystian Martinek auch aus zahlreichen Film- und Fernsehrollen bekannt, u.a. Bettys Diagnose, SOKO, Verbotene Liebe und viele mehr. Seine aktuellsten Projekte sind der Kinofilm Generation Beziehungsunfähig (Kinostart 2021) und – gemeinsam mit Michaela May – die ZDF-Serie Kreuzfahrt ins Glück: Kreta (2021). Krystian Martinek schrieb über 200 Drehbücher und führte 2008 bei den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg Regie. Martinek lebt mit seiner Frau, der Drehbuchautorin Hilly Martinek, und den drei gemeinsamen Kindern in Hamburg. Seine Frau feierte 2014 einen Erfolg mit dem Drehbuch zu Til Schweigers Film Honig im Kopf, das sie nach eigenen Erfahrungen mit ihrem Vater schrieb.


 

DIE SCHAUSPIELERIN

Michaela May

Obwohl sie schon 1963 als Kind in Onkel Toms Hütte und Heidi vor der Kamera stand, schlug sie nach dem Abitur zunächst einen anderen Weg ein und absolvierte eine Ausbildung als Kindergärtnerin. Parallel dazu kehrte sie jedoch immer wieder zu Film und Fernsehen zurück und spielte ab 1972 auch Theater in Berlin und Hamburg und feierte zuletzt in der Komödie im Bayerischen Hof und auch auf Tournee große Erfolge mit Stücken wie Gefallene Engel, Toutou und Die Wunderübung. 1974 erlebte die Münchnerin dann ihren Durchbruch mit Helmut Dietls fast schon legendärer Serie Münchner G’schichten. Sie wurde Star zahlreicher bayerischer TV-Produktionen wie Monaco Franze und Kir Royal, beide ebenfalls von Helmut Dietl, sowie Hans im Glück, Irgendwie und Sowieso und Zur Freiheit von Franz Xaver Bogner, die inzwischen Kultstatus haben. Es folgten weitere erfolgreiche Serien und Krimi-Reihen, Fernsehfilme und Mehrteiler wie z.B. Liebe und weitere Katastrophen, Alles was Recht ist, Die göttliche Sophie oder Familienfest, und auch in der Kinokomödie Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit zeigte Michaela May ihre große Wandlungsfähigkeit. In fast 40 Jahren spielte sie in mehr als 200 Fernsehfilmen, arbeitete mit Regisseuren wie Dominik Graf, Marc Rothemund, Andreas Kleinert, Bernd Schadewald, Kai Wessel oder Lars Kraume zusammen. In der hochgelobten Krimireihe Polizeiruf 110 wurde sie als Kommissarin Jo Obermaier u.a. mit dem Deutschen Fernsehpreis und dem Adolf-Grimme-Preis in Gold ausgezeichnet. Auch mit ihren unterschiedlichen Lesungen und Hörbüchern sowie als Autorin ihre Buches Mitten im Leben mit Yoga hat sich Michaela May einen Namen gemacht.

Seit 1996 engagiert sie sich für Kinder, die an der unheilbaren Stoffwechselkrankheit Mukoviszidose leiden. Sie ist Mitglied im Kuratorium des Mukoviszidose e.V. und Patin im SOS-Kinderdorf in Ghana. Dafür erhielt sie die Medaille München leuchtet, die Bayerische Staatsmedaille für soziale Dienste und wurde auch mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet. 2019 wurde Michaela May zur Ehrenbürgerin der Stadt München ernannt und erhielt wenige Monate später den Bambi.

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Kategorie: Theaterveranstaltungen