Foto © Michael Petersohn

Monsieur Pierre geht online

Komödie mit Walter Plathe, Manon Straché u. a.

29.11.2021, 20:00 Uhr

Monsieur Pierre geht online

nach dem gleichnamigen Film von Stéphane Robelin, Theaterfassung von Folke Braband

Uraufführung am 17. März 2019 in der Komödie am Kurfürstendamm im Schiller Theater


Pierre hat sich nach dem Tod seiner Frau völlig zurückgezogen und trauert. Um ihren Vater aus der Einsamkeit zurück ins Leben zu holen, schenkt Sylvie ihm einen Computer. Als Lehrer engagiert sie Alex, einen erfolglosen Drehbuchautor und Freund ihrer Tochter Juliette. Er soll Pierre mit der fabelhaften Welt des Internets vertraut machen. Das ungleiche Duo tut sich anfangs ziemlich schwer, doch dann stolpert Pierre ausgerechnet über ein Dating-Portal und nimmt Kontakt zu einer jungen Frau namens Flora63 auf. Wie einst Cyrano de Bergerac, gelingt es Pierre, mit romantischen Zeilen das Herz der jungen Frau zu erobern. Als Flora eines Tages ein Rendezvous im wirklichen Leben vorschlägt, steht der alte Herr jedoch vor einem großen Problem: Im Internet chattet Monsieur Pierre nicht unter seiner wahren Identität, sondern unter der des sehr viel jüngeren Alex!

Es beginnt eine Komödie der Irrungen und Wirrungen, bei der Pierre nicht nur seinen eigenen Beziehungsstatus gehörig durcheinander bringt ...


Besetzung:

Pierre: Walter Plathe

Alex: Bürger Lars Dietrich

Sylvie: Manon Straché

Juliette: Magdalena Steinlein

Flora: Vanessa Rottenburg ***

Regie: Folke Braband

Bühne & Kostüm: Stephan Dietrich

Videodesign: Alexander du Prel


Walter Plathe Pierre

Kaum ein Schauspieler ist seit so langer Zeit im Fernsehen präsent wie Walter Plathe. Der gebürtige Berliner studierte von 1969 bis 1972 an der Schauspielschule Berlin. Seine TV-Karriere begann er 1981 mit „Märkische Chronik“. Fünf Mal wurde er zum TV-Liebling der DDR gewählt. Kurz vor der Wende verließ er die DDR und begann noch einmal ganz von vorn. Von 1992 bis 2008 spielte er 130 Mal die Titelrolle in der ZDF-Serie „Der Landarzt“. Seit 2010 steht er in der Serie „Familie Dr. Kleist“ als Bürgermeister vor der Kamera. Plathe ist einer der wenigen gesamtdeutschen Fernsehlieblinge. Trotz der vielen Dreharbeiten bleibt er seiner ersten Liebe – dem Theater – treu. Denn: „Die Mutter von’s Janze ist das Theater!“ Mit dem Otto-Reutter-Abend „Alles weg’n de’ Leut’“ gab er 1990 sein Debüt am Kurfürstendamm. 1995 glänzte er in der Titelrolle des großherzigen Kneipenwirts in Horst Pillaus „Der Kaiser vom Alexanderplatz“. Vom selben Autor ließ er sich auch den „Kohlenpaul“ und „Zille“ schreiben. Für das Solostück „Heute kein Hamlet“ erhielt er 2001 erstmals den Goldenen Vorhang, den Publikumspreis des Berliner Theaterclubs. Fünf weitere folgten. Er überzeugte als Hundefänger Schwejk und war in „Ein eingebildeter Kranker“ zu sehen, spielte Professor Unrat in „Der blaue Engel“ und Droschkenkutscher Gustav Hackendahl in „Der eiserne Gustav“. Außerdem stand er im Sommer 2008 bei den Nibelungen-Festspielen in Worms auf der Bühne. Auch 2011 war er dort engagiert und spielte in der Uraufführung von „Die Geschichte des Joseph Süß Oppenheimer, genannt Jud Süß“. Im Sommer 2015 und 2017 spielte er Götz von Berlichingen im gleichnamigen Theaterstück bei den Burgfestspielen in Jagsthausen. In der Komödie und auf Tournee sah man ihn zuletzt in Stefan Vögels Komödie „In alter Frische“ sowie der Titelrolle der Filmadaption von „Monsieur Pierre geht online“.


Manon Straché Sylvie

... wurde am 27. März 1960 in Magdeburg geboren. Sie studierte Schauspiel an der Theaterhochschule „Hans Otto“ in Leipzig. Anschließend spielte sie in Theatern in Leipzig und Halle und in den Leipziger Kabaretts „academixer“ und „Die Leipziger Pfeffermühle“. 1989 ging sie ans Theater Heidelberg. Von 1990 bis 1995 spielte sie in der Fernsehserie „Lindenstraße“ die Blumenhändlerin Claudia Rantzow und erlangte größere Bekanntheit. Anschließend verkörperte sie von 1995 bis 2007 die beliebte Figur der Hotelsekretärin Elfie Gerdes in der ZDF-Serie „girl friends – Freundschaft mit Herz“ und 2000 im Serienableger „Hotel Elfie“. 1998 wurde ihr für „girl friends“ der Telestar verliehen. Es folgen verschiedene Fernsehreihen wie „Das Traumschiff“ (2001 bis 2017), „Rosamunde Pilcher“ (2012 und 2014) sowie Spielfilmproduktionen: „Scharf aufs Leben“ (2000), „Die Boxerin“ (2004), „Im Gehege“ (2008), „Küss die Hand, Krüger“ (2018) sowie „SOKO Stuttgart“ (2013 bis 2018). 2010 erschien ihr Buch „Leise jedoch kann ich nicht. Meine Geschichte der Geschichte“ über Leben und Lachen in Ost und West. Manon Straché spielte am Theater und an der Komödie am Kurfürstendamm bereits die Magd Rosaura im Lustspiel „Liebe, Lust und Leidenschaft“, in Franca Rames und Dario Fos „Offene Zweierbeziehung“, in „Der Menschenfeind“ von Molière, in „Der letzte der feurigen Liebhaber“, „Komödie im Dunkeln“, „Kalender Girls“ und „Mittendrin“ sowie „Der dressierte Mann“ an der Hamburger Komödie Winterhuder Fährhaus. Zuletzt war sie am Theater am Kurfürstendamm in „Bette & Joan“ und in „Pension Schöller“ zu sehen.


Bürger Lars Dietrich Alex

Geboren 1973 in Potsdam, gründete Lars Dietrich 1985 mit Freunden seine erste Hip-Hop Gruppe, CRAZY FEIF, und hatte erste Breakdance-Auftritte bei Jugendveranstaltungen. Er begann ein Ballettstudium an der renommierten Palucca Hochschule für Tanz in Dresden und beendete seine Ausbildung an der Staatlichen Ballettschule in Berlin. 1994 erschien sein erstes Album „Was hat man denn vom Leben“, das den Grundstein seiner Musik-Karriere legte. Auch als Schauspieler und Comedian machte er sich einen Namen. Von 2001 bis 2002 war er festes Ensemble-Mitglied der „SAT.1-Wochenshow“. Es folgten Rollen u.a. bei „Schloss Einstein“ (2007/2008), „Die ProSieben Märchenstunde“ (2009), „Es kommt noch dicker“ (2012) und „SOKO Stuttgart“ (2016). Mit der Impro-Show „Frei Schnauze XXL“ wurde er 2007 gemeinsam mit dem Ensemble mit dem Deutschen Comedypreis ausgezeichnet. 2019 gehörte er zum Cast des Kinofilms „Alfons Zitterbacke“. Seit einigen Jahren hat Bürger Lars Dietrich auch das Theater für sich entdeckt: Seit 2011 spielte er an der Comödie Dresden „Machos auf Eis“ und „(K)Ein guter Tausch“. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Wiedervereinigung Deutschlands brachte Bürger Lars Dietrich 2014 sein erstes eigenes Stück „Dietrichs Demokratische Republik“ auf die Bühne. In Anlehnung an seine Biografie „Schlecht Englisch kann ich gut“ nimmt er die Zuschauer mit auf eine Zeitreise durch die DDR der 80er Jahre. 2018 spielte er an der Komödie Braunschweig in „Der Gangster und die Nervensäge“, 2019 an der Komödie am Kurfürstendamm im Schiller Theater in „Zuhause bin ich Darling“. Als TV-Moderator ist Bürger Lars Dietrich seit 2009 Teil des KIKA-Formats „Dein Song“. 2016 kam seine eigene Rubrik „Bürgertrend“ in der MDR-Sendung „Damals war’s“ hinzu. 2019 startete der KIKA mit Bürger Lars Dietrich und Marti Fischer die neue Sketch-Comedy-Sendung „Leider laut“, die 2020 mit dem renommierten Grimme-Preis ausgezeichnet wurde. Seine Stimme kennt man ebenso aus Hörbüchern und Animationsfilmen, für die er regelmäßig als Sprecher gebucht wird.


Magdalena Steinlein Juliette

... wurde 1985 in Leipzig geboren, verlebte aber ihre gesamte Kindheit und Jugend im Havelland, später in der Prignitz im Land Brandenburg. Nach dem Abitur absolvierte sie 2010 das Schauspielstudium an der HMT Hannover und spielte schon während der Ausbildung am Staatsschauspiel Hannover und am Theater Osnabrück, wo sie Anfang 2010 auch ihr erstes Engagement erhielt. Seit August 2011 lebt sie in Berlin und arbeitet als freie Schauspielerin unter anderem an der Schaubühne Berlin, am Stadttheater Heidelberg und der Comödie Dresden. Neben Episodenrollen in verschiedenen Fernsehformaten wurde sie einem breiterem Publikum unter anderem als Protagonistin der Telenovela „Sturm der Liebe“ bekannt. Für die Komödie am Kurfürstendamm ist es neben „Der eiserne Gustav“ und „Shoppen“ bereits ihre dritte Produktion.


Vanessa Rottenburg Flora

... fand ihre Leidenschaft zur Bühne bereits im Schultheater, als sie 2004 die Hauptrolle in Henning Mankells Stück „Butterfly Blues“ spielte. Nach dem Abitur studierte sie Schauspiel an der Akademie der Darstellenden Künste in Ulm. Parallel absolvierte sie eine Ausbildung zur Drehbuchautorin und besuchte anschließend die Filmschauspielschule in Berlin. Ihr Bühnendebüt feierte sie im Jahr 2008 am Englischen Theater Berlin unter der Regie von Daniel Krauss. Im Laufe ihrer Karriere war sie in zahlreichen Theater-, TV-Produktionen und Werbungen zu sehen, u.a. an der Volksbühne Berlin in „Seestücke“ sowie im Walt Disney-Kurzfilm „Make believe“. 2009 trat sie als Schauspielerin und Co-Regisseurin dem afrodeutschen Theaterensemble LABEL NOIR

bei und übernahm dort 2010 mit Lara Sophie Milagro die künstlerische Leitung. Ihre Arbeit umfasste darüber hinaus auch multikulturelles Coaching bei Unternehmen, an Universitäten und Schulen. 2012 zog Vanessa Rottenburg nach Miami und arbeitete dort als TV-Moderatorin von „The Casting Couch TV“. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland war sie 2016 in „Moby Dick“ (Regie: Lars Vogel) an der Vaganten Bühne Berlin zu sehen und begeisterte zuvor am gleichen Haus unter der Regie von Andreas Schmidt in dem Zweipersonenstück „The Mountaintop – Die letzte Nacht des Martin Luther King“, das dort mit ihr sowohl in der englischen, als auch in der deutschen Erstaufführung zu sehen war. 2019 war sie in der 4. Staffel von „Professor T.“ zu sehen.


Folke Braband Regie

... wurde in Berlin geboren und studierte dort Theater- und Literaturwissenschaften. Von 1991 bis ... wurde in Berlin geboren und studierte dort Theater- und Literaturwissenschaften. Von 1991 bis 1995 leitete er in Berlin das Studiotheater magazin im Theater am Kurfürstendamm und war daraufhin als künstlerischer Leiter an der Komödie am Kurfürstendamm tätig. Von 1996 bis 2005 inszenierte er regelmäßig an der Tribüne Berlin, die letzten Jahre davon als deren künstlerischer Leiter. Neben der Regie ist Braband auch als Autor und Übersetzer (u.a. Molière, Feydeau, Coward) tätig. Seine Version der preisgekrönten Männerstrip-Komödie „Ladies Night“ gehört seit 2001 zu den meistgespielten Werken im deutschsprachigen Raum. Zu seinen letzten Inszenierungen zählen u.a. die deutschsprachige Erstaufführung von „Monsieur Claude und seine Töchter“, „Der nackte Wahnsinn“ von Michael Frayn oder Georges Feydeaus Komödienklassiker „Wie man Hasen jagt“ am Theater in der Josefstadt, die deutsche Erstaufführung seiner eigenen Komödie „Fehler im System“ am Berliner Schlosspark Theater (eingeladen zu den Hamburger Privattheatertagen), „Die Wahrheit“ von Florian Zeller mit Katharine Mehrling und Michael von Au, „Die Tanzstunde“ am Theater Heilbronn, „Pension Schöller“ am Theater Ingolstadt sowie „Der Gott des Gemetzels“ von Yasmina Reza für das Alte Schauspielhaus Stuttgart. An der Komödie und dem Theater am Kurfürstendamm inszenierte Braband u.a. „Eine Sommernacht“ und „Lieber Schön“ mit Tanja Wedhorn und Oliver Mommsen, Daniel Kehlmanns „Der Mentor“ mit Volker Lechtenbrink, „Zwei wie wir“ mit Stefan Jürgens und Valerie Niehaus, „Fettes Schwein“ mit Andreas Schmidt, „Frohe Feste“ von Alan Ayckbourn, „Charleys Tante“ oder „Die Grönholm-Methode“. Die Uraufführung von „Monsieur Pierre geht online“ war Brabands 25. Inszenierung für die Woelffer-Bühnen.


Stéphane Robelin Autor

Nachdem er schon als Regisseur in verschiedenen Bereichen tätig gewesen war (Werbung, Fernsehsendungen, Dokumentationen), schrieb Stéphane Robelin 2004 mit „Real Movie“ seinen ersten Spielfilm, bei dem er auch Regie führte. Robelins zweiter Spielfilm „Et si on vivait tous ensemble?“ („Und wenn wir alle zusammenziehen?“) hatte 2011 seine Weltpremiere in Locarno. Der Film war mit Stars wie Jane Fonda, Géraldine Chaplin, Pierre Richard, Guy Bedos, Claude Rich und Daniel Brühl hochkarätig besetzt und sowohl in Frankreich als auch im Ausland äußerst erfolgreich. Der Film wurde auf 15 Festivals auf der ganzen Welt gezeigt und in mehr als 40 Länder verkauft. 2017 setzte Robelins dritter Film „Un profil pour deux“ („Monsieur Pierre geht online“) mit Pierre Richard und Yaniss Lespert in den Hauptrollen ein generationsübergreifendes Duo in Szene. Auch diese bittersüße Komödie war weltweit ein großer Erfolg und in über 48 Ländern auf der Leinwand zu sehen.


Zitate

... Regisseur Folke Braband und seinem bestens aufgelegten Ensemble [ist] hier ein charmant verspielter, sehr vergnüglicher und ebenso opa- wie enkeltauglicher Abend gelungen. Berliner Morgenpost


Vor allem zeigt sich Walter Plathe in der Rolle des alten Zausels Pierre so anrührend, wie man ihn lange nicht mehr erlebt hat. B.Z.


... sehr vergnügliche Generationenkomödie. Berliner Morgenpost


... melancholische Süße und bittersüße Leichtigkeit ... B.Z.

Charakterkomödiant Walter Plathe und Musiker und Comedian Bürger Lars Dietrich geben ein großartiges Gespann ab. Hamburger Morgenpost


Warmherziges Schauspiel über Wege aus der Einsamkeit und die Suche nach dem großen Glück ... Hamburger Morgenpost


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Kategorie: Theaterveranstaltungen