Foto © Thomas Grünholz

Alles was sie wollen

Boulevard-Theater mit Nora von Collande und Herber Herrmann

02.11.2021, 20:00 Uhr

Alles was Sie wollen


von Matthieu Delaporte/Alexandre de La Patellière Deutsch von Georg Holzer


Lucie, eine erfolgreiche Theaterautorin, hat eine Schreibblockade. Bisher lieferte ihr missglücktes und chaotisches Privatleben den Stoff für ihre Stücke, doch jetzt ist sie glücklich und jegliche Inspiration zum Schreiben fehlt – das Papier bleibt weiß. Wenn irgendjemand sie doch nur ein bisschen unglücklich machen könnte ... Das Leben meint es gut mit ihr und eine defekte Badewanne führt zu einer Begegnung mit Thomas, ihrem Nachbarn. Beide könnten unterschiedlicher nicht sein: Sie rastlos und selbstbezogen, er in sich ruhend, etwas schwerfällig. Dennoch kommen die beiden einander näher und entwickeln einen gewagten Plan, um Lucies Kreativität wiederzubeleben. Die beiden Autoren Matthieu Delaporte und Alexandre de La Patellière („Der Vorname“, „Das Abschiedsdinner“) schaffen mit „Alles was Sie wollen“ eine Komödie, die auf geschickte Weise aus der Urkraft der dramatischen Kunst, dem Spiel aus Illusion und Wirklichkeit, schöpft.



Thomas: Herbert Herrmann

Lucie Arnaud: Nora von Collande

Regie: Herbert Herrmann

Bühne: Stephan Fernau

Kostüm: Nora von Collande


Zitate:

... das ist modernes Boulevard-Theater höchster Weihe. rbb Kultur Dieses „Theater im Theater“ wird zu einer fröhlichen eleganten Liebeserklärung an eben dieses samt

seinen vielen Mitteln, Welten zu erschaffen oder abzuschaffen. Berliner Zeitung Was Regisseur Herbert Herrmann mit Nora von Collande elegant brillant auf die Bretter der Schiller-

Komödie bringt, ist ein raffiniertes Spiel im Spiel. B.Z. Ein vergnügtes Paar Der Tagesspiegel Auch sonst punktet der Abend mit stimmungsvoller Atmosphäre. Berliner Morgenpost Die Beiden agieren mit Charme, temporeich, sehr leichtfüßig. rrb Kultur



Nora von Collande und Herbert Herrmann zeigen die zwei so komischen wie sympathischen, so

schrulligen wie liebenswürdigen Gestalten mit hinreißendem Witz, Charme und Spaß an der

Absurdität. Berliner Zeitung

Hauptrolle und Regie in einer Hand (Herbert Herrmann), entwickelt sich die Inszenierung aus

beflügelter Spiellust samt enormer Berufserfahrung und absolutem Vertrauen in den Partner. ... bei

dieser temporeichen Inszenierung [greifen] alle theatralen Mittel detailgenau, wie ein Uhrwerk,

ineinander. Ein großes Theatervergnügen! Heilbronner Stimme, Heilbronn



Viten Herbert Herrmann Thomas & Regie

... machte ursprünglich eine Lehre als Schriftsetzer und Graphiker, bevor er sein Studium an der

Schauspielschule Zürich aufnahm. Vielleicht war es diese erste Ausbildung in der „Schwarzen Kunst“,

die seinen Hang zur Perfektion und Präzision förderte und ihn innerhalb weniger Jahre zu einem der

beliebtesten und erfolgreichsten Schauspieler werden ließ. Sein erster großer Erfolg war die ZDF-Serie „3 sind einer zuviel“, daran schloss sich der Film „Fleisch“

von Rainer Erler (mit Jutta Speidel) an. Die Dreharbeiten fanden in den USA statt. Es folgte die ZDF-

Serie „Ich heirate eine Familie“ mit Peter Weck und Thekla Carola Wied. Danach kam der

„Hexenschuss“ mit Susanne Uhlen, Hans Clarin und Helmut Fischer, der ein Stück deutscher

Fernsehgeschichte geworden ist. Darüber hinaus prägte die Zusammenarbeit mit Lilli Palmer, Bernhard Minetti, Werner Hinz und

Gustav Knuth seine künstlerische Persönlichkeit und Laufbahn. Wolfgang Spier entdeckte ihn für die Komödie. Hier war insbesondere die Zusammenarbeit mit ihm

und Jürgen Wölffer von durchschlagendem und anhaltendem Erfolg. Seit fast 40 Jahren ist Herbert

Herrmann mit enormem Engagement und großer Freude regelmäßiger Gast an den Woelffer-

Bühnen. Zuletzt war er gemeinsam mit Nora von Collande in den Komödien „Als ob es regnen würde“ und

„Alles was Sie wollen“ an der Komödie am Kurfürstendamm und auf Tournee zu sehen.

Nora von Collande Lucie Arnaud & Kostüm

... ist in Berlin geboren und stammt aus einer Theaterfamilie. Momente, die ihr Leben prägten: - Mit 17 wurde sie, während ihrer Schauspielausbildung, für die Titelrolle des Films „Maria Morzeck“

entdeckt. - Die Zusammenarbeit mit ihrem Vater, Volker von Collande, mit dem sie in „Zum goldenen Anker“

unter der Regie von Boleslaw Barlog auf der Bühne stand. - Die Begegnung und die gemeinsamen TV-Produktionen mit Hans-Joachim Kulenkampff. - Die Theaterproduktionen mit dem Regisseur und Schauspieler Wolfgang Reichmann – unter

anderem die preisgekrönte Inszenierung des Klassikers „Nathan der Weise“. - Als Jürgen Wölffer sie 1990 nach Berlin an die Komödie am Kurfürstendamm holte. - 1992, als sie zum ersten Mal mit Herbert Herrmann in „Verlängertes Wochenende“ von Curth

Flatow auf der Bühne stand. - Die Begegnung mit Wolfgang Spier, unter dessen Regie sie „Wer hat Tante Myrtle gesehen?“ und

„Heirat wider Willen“ spielte. - Das Jahr 2001, als ihr Roman „Turbolenzo“ im Ullstein Verlag erschien. - Die Nominierung zur besten Schauspielerin in Nordrhein-Westfalen, 2009.


Im Fernsehen war sie unter anderem zu sehen in: „Tatort“, „Praxis Bülowbogen“, „Marienhof“,

„SOKO“ und von 1993 bis 2002 in der Serie „Forsthaus Falkenau“. Zusammen mit Herbert Herrmann spielte sie zuletzt an der Komödie am Kurfürstendamm und auf

Tournee in den Komödien „Als ob es regnen würde“ und „Alles was Sie wollen“.

Matthieu Delaporte und Alexandre de La Patellière Autoren

Der Film- und Drehbuchautor Matthieu Delaporte wurde 1971 geboren. Nach dem Studium der

Geschichte und Politischen Wissenschaften realisierte er seinen ersten Kurzfilm „Musique de

Chambre“. Danach wurde er Mitarbeiter von Canal+, wo er von 1996-2001 für die von Karl Zéro

präsentierte satirische Fernsehsendung „Le Vrai Journal“ zuständig war.


Der französische Autor und Produzent Alexandre de La Patellière wurde 1971 geboren. Sohn des

Regisseurs und Drehbuchautors Denys de La Patellière, debütierte er beim Film als Regieassistent.

Danach arbeitete er an der Seite von Dominique Farrugia, bei dem er von 1997-2001 die Entwicklung

von Spielfilmen bei RF2K leitete.

2001 wurden Alexandre de La Patellière und Matthieu Delaporte von Onyx Films engagiert, der

Produktionsfirma von Aton Soumache. Sie schrieben zusammen das Drehbuch für Christian

Volckmans Film „Renaissance“ (Feature Film Award des Festivals von Annecy, Vorauswahl für den

Oscar). Seither haben sie gemeinsam viele Drehbücher für Film und Fernsehen geschrieben: Für das

Fernsehen die Serie „Skyland“ sowie Adaptionen von „Le Petit Nicolas“ nach Goscinny und Sempé

und „Le Petit Prince“ nach Saint-Exupéry. Für den Film u.a. „Les Parrains“ (Regie: Frédéric Forestier,

mit Gérard Lanvin und Jacques Villeret), „L‘Immortel“ (Regie: Richard Berry, mit Jean Reno und Kad

Merad) und „The Prodigies“, eine Adaption von „La Nuit des enfants rois“.

2009 waren beide Co-Produzenten des ersten Films von Emma Luchini „Sweet Valentine“.

2005 inszenierte Matthieu Delaporte seinen ersten Spielfilm „La Jungle“, dessen Drehbuch er

zusammen mit Julien Rappeneau und Alexandre de La Patellière geschrieben hatte. 2019 erschien

mit „Das Beste kommt noch“ ein weiterer gemeinsamer Film der beiden.

„Der Vorname“ war ihr erstes Theaterstück, gefolgt von „Das Abschiedsdinner“ und „Alles was Sie

wollen“. Die Uraufführung von „Der Vorname“ wurde ein sensationeller Erfolg. In der Inszenierung

von Bernard Murat mit Patrick Bruel in der Rolle des Vincent wurde „Der Vorname“ über 250 Mal im

Pariser Théâtre Edouard VII gespielt. Auch international wurde das Stück ein Riesenerfolg: Es wurde

und wird gespielt in Barcelona, Montreal, Tel Aviv, in Italien, in Südamerika, in Kanada, in den

Niederlanden, in Belgien und natürlich in Deutschland. Mittlerweile liefen und laufen in Deutschland

weit über 60 Produktionen und das Stück wurde in der Saison 2013/2014 zu einem der

meistgespielten Stücke im deutschsprachigen Raum. Die Autoren haben ihr Stück für den Film

adaptiert, der – auch in Deutschland – ebenfalls zu einem großen Erfolg wurde. Die Autoren wurden 2011 mit dem Prix du Jeune Théâtre der Académie Française ausgezeichnet.

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Kategorie: Theaterveranstaltungen