5. Stück

Theater am Kurfürstendamm

Lieber schön

Sonntag, 04.03.2018, 20 Uhr
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Komödie von Neil La Bute, Deutsch von Frank Heibert
mit Oliver Mommsen, Tanja Wedhorn, Roman Knižka und Nicola Ransom


Bild "1479827470_lieberschoen_olivermommsen_tanjawedhorn_nicolaransom_romanknizka_c_dirkschmidtwwwdsphotosde-2, 04.03.18.jpg"Sind es die inneren Werte, die zählen oder auch die eine oder andere Äußerlichkeit? Denn schließlich will ja jeder gut aussehen und etwas Besonderes sein.
Als Greg seine Freundin Steph in einem Gespräch mit seinem Kumpel Kent als „normal” bezeichnet, löst er damit ungewollt einen Beziehungsstreit Bild "1479827694_lieberschoen_tanjawedhorn_olivermommsen_2_c_barbarabraun.jpg"ungeahnten Ausmaßes aus. Denn für Steph ist das kleine harmlose Adjektiv eine Katastrophe: In ihren Augen ist „normal” gleich „hässlich”. Tief verletzt packt sie ihre Sachen und zieht aus der gemeinsamen Wohnung aus.
Gregs Machofreund Kent und dessen Freundin Carly haben hingegen eine ganz andere Beziehung: Er umschmeichelt sie, lästert aber hinter ihrem Rücken über ihre Figur und prahlt gleichzeitig mit einer heißen Bild "1479827744_romanknizkaundolivermommsen_c_barbarabraun_0770.jpg"Affäre, die er mit einer Arbeitskollegin begonnen hat.
Greg versteht die Welt nicht mehr und findet sich völlig unverhofft zwischen den verschiedenen Fronten wieder.
Neil LaBute thematisiert in seiner bissig-komischen und zugleich sehnsuchtsvollen Beziehungsgeschichte unser überhöhtes Schönheitsideal. Er erzählt von verpassten Chancen, die doch noch genutzt werden – eine Liebesgeschichte über die Unmöglichkeit der Liebe.

Bild "1450805032_oliver_mommsen_c_mirjam_knickriem3-klein-verwendungfuerwebsiteundphokay.jpg"Oliver Mommsen Greg
... besuchte die Schauspielschule Maria Körber in Berlin. Es folgte eine intensive Zusammenarbeit mit dem Regisseur Stefan Bachmann und der Gruppe Theater Affekt, aus der sich unter anderem Engagements für die Züricher Festspiele, das Schauspielhaus in Wien und die Volksbühne Berlin (Prater) ergaben. 1995 war Oliver Mommsen erstmals an der Komödie am Kurfürstendamm zu sehen: In dem Stück „Wochenend Komödie“ unter der Regie von Folke Braband. 2001 gab er als traumatisierter Ex-Soldat gemeinsam mit Laura Tonke in „Junimond“ sein Kinodebüt. Seit 15 Jahren ermittelt er als Kommissar Stedefreund im Bremer „Tatort“ zusammen mit Sabine Postel. Für die Folge „Scheherazade“ bekam er 2006 den Deutschen Fernsehkrimi-Preis. Neben dem „Tatort“ hat er in zahlreichen Fernsehproduktionen in den unterschiedlichsten Rollen mitgewirkt. 2015 drehte er unter anderem einen „no budget“ Kinofilm: „Die Haut der Anderen“ unter der Regie von Thomas Stiller. Der Film soll sich über Festivals seinen Weg in die Kinos erobern. Mit Tanja Wedhorn stand er 2015 zwei Mal vor der Kamera: „Reiff für die Insel – Katharina und der große Schatz“ und „Hilfe, die Handwerker kommen“. An der Komödie am Kurfürstendamm waren die beiden in den Zweipersonenstücken „Gut gegen Nordwind“ und „Eine Sommernacht“ zu sehen. Für diese Inszenierung, die auch auf Tournee unterwegs war, wurden sie 2013 bei den Hamburger Privattheatertagen mit dem Monica Bleibtreu Preis ausgezeichnet. „Lieber schön“ ist nicht das erste Stück Neil LaButes, in dem Oliver Mommsen auftritt. 2012 übernahm er eine der Hauptrollen in dessen „Fettes Schwein“, ebenfalls unter der Regie von Folke Braband.

Bild "1406643653_wedhorntanjacjeannedegraanichtfuerpressenurfuerproheftflyer.jpg"Tanja Wedhorn Steph
.. machte ihre ersten Theatererfahrungen schon in der Schulzeit, bevor sie 1993 ihr Schauspielstudium an der Universität der Künste in Berlin aufnahm. Direkt nach Abschluss des Studiums erhielt sie ihr erstes Engagement am Thalia Theater in Hamburg. Anschließend ging sie als festes Ensemblemitglied an das Nationaltheater Mannheim. Dem Fernsehpublikum ist Tanja Wedhorn aus zahlreichen Filmen bekannt. Für ihre darstellerische Leistung wurde sie 2005 mit dem österreichischen Fernsehpreis Romy ausgezeichnet. Seit 2011 überzeugt sie als Katharina Reiff in der Reihe „Reiff für die Insel“ als instinktsichere Detektivin wider Willen und kann dabei ihr komödiantisches Talent voll entfalten. In der Komödie am Kurfürstendamm war Tanja Wedhorn bisher in den erfolgreichen Zweipersonenstücken „Gut gegen Nordwind“ und „Eine Sommernacht“ zu sehen. Die Inszenierung „Eine Sommernacht“ wurde 2013 bei den Hamburger Privattheatertagen mit dem Monica Bleibtreu Preis ausgezeichnet.

Bild "1450805148_romanknizkafarbig_c_enricoboettcher.jpg"Roman Knižka Kent
Der 1970 in Bautzen geborene Roman Knižka stammt aus einer Künstlerfamilie: Seine Mutter ist Sängerin und sein slowakischer Vater Choreograph.
1994 kürte ihn die Zeitschrift „Theater heute“ zum Nachwuchsschauspieler des Jahres 1994/1995. Dem Kinopublikum ist Knižka aus Filmen wie u.a. „Die Halbstarken“, „Vergiss Amerika“, „Mein Bruder, der Vampir“, „Mathilda“, „Sausages“ und „Twin Sisters“ bekannt. Letzterer wurde 2004 für einen Oscar nominiert. Des Weiteren wirkte er in Fernsehproduktionen wie „Schimanski“, „Rosa Roth“, „Rote Glut“, „Tatort“, „Der Alte“, „Wilsberg“ u.v.m. mit. Dass er auch eine sehr musikalische Seite hat, beweist er bei Gastauftritten mit dem Bläserensemble Opus 45. Wie Oliver Mommsen steht auch Roman Knižka nicht zum ersten Mal in einem Theaterstück Neil LaButes auf der Bühne. 2013 war er zusammen mit Désirée Nosbusch in dessen „Tag der Gnade“ am Theater am Kurfürstendamm zu sehen. Regie führte Herbert Knaup.

Bild "9488_38410_Ansichtfrei_NicolaRansom.jpg"Nicola Ransom Carly
.. wurde in London geboren. Im Alter von 14 Jahren zog sie unfreiwillig von der britischen Hauptstadt in die deutsche Provinz. Aufatmen konnte sie erst wieder, als sie nach dem Abitur nach Berlin zog. Nach ihrer Schauspielausbildung in Berlin, London und Los Angeles trat sie 1994 ihr erstes Engagement an der Landesbühne Mecklenburg-Vorpommern an. In den folgenden Jahren spielte sie auch an verschiedenen Berliner Bühnen, wie dem Schlosspark Theater und der Tribüne. Parallel dazu wirkte sie immer wieder in englischsprachigen Produktionen mit, u.a. am Theater am Halleschen Ufer und am English Theatre Berlin. Dank ihrer Zweisprachigkeit arbeitet sie immer wieder als Sprecherin für englische Hörbücher und spricht Dokumentationen für das britische Fernsehen. Des Weiteren trat sie in Filmen wie „Anne und der Boxer“ oder Rosamunde Pilchers „Der Mann meiner Träume“ sowie in verschiedenen Serien wie z.B. „SOKO Leipzig“, „SOKO Kitzbühel“, „Der letzte Bulle“ und „Da kommt Kalle“ auf. Ein großer Publikumserfolg war die erste deutsche Telenovela „Bianca – Wege zum Glück“, in der Nicola Ransom und Tanja Wedhorn Kontrahentinnen waren: als intrigante Katy Wellinghoff machte Nicola Ransom Bianca, gespielt von Tanja Wedhorn, die Hölle heiß. 2005 war die Serie für den Deutschen Fernsehpreis nominiert. Am Kurfürstendamm war Nicola Ransom bereits in „Die Grönholm Methode“, „Boeing Boeing“, „Die 39 Stufen“, „Der dressierte Mann“ und zuletzt in Neil LaButes „Fettes Schwein“ zu sehen.

Folke Braband Regie
... wurde in Berlin geboren und studierte dort Theater- und Literaturwissenschaften. Von 1991 bis 1995 leitete er das Studiotheater magazin im Theater am Kurfürstendamm und war daraufhin als künstlerischer Leiter an der Komödie am Kurfürstendamm tätig. Von 1996 bis 2005 inszenierte er regelmäßig an der Tribüne, die letzten Jahre davon als deren künstlerischer Leiter. Knapp 100 Inszenierungen, u.a. in Berlin, Wien, Hamburg oder München, weisen Braband als Grenzgänger zwischen Komödie, Gegenwartsdramatik und moderner Klassik aus. Neben der Regie ist Braband auch als Autor und Übersetzer (u. a. Molière, Feydeau, Coward) tätig. Seine Version der preisgekrönten Männerstrip-Komödie „Ladies Night“ gehört seit 2001 zu den meistgespielten Werken im deutschsprachigen Raum. 2014 inszenierte er u.a. an der Komödie am Kurfürstendamm „Der Mentor“ mit Volker Lechtenbrink in der Hauptrolle. 2015 folgte – ebenfalls an der Komödie am Kurfürstendamm – „Zwei wie wir“ mit Stefan Jürgens und Valerie Niehaus, sowie die Uraufführung seiner eigenen Komödie „Mittendrin“ mit u.a. Manon Straché und Andreas Schmidt, außerdem „Das weiße Rössl“ im Theater Ingolstadt, „Aufstieg und Fall von Little Voice“ und „Der nackte Wahnsinn“ an den Wiener Kammerspielen sowie „Auf Messers Schneide“ von Jordi Galceran am Schlosspark Theater, Berlin. Für „Eine Sommernacht“ von David Greig, mit Tanja Wedhorn und Oliver Mommsen in den Hauptrollen, erhielt er 2013 bei den 2. Hamburger Privattheatertagen in der Kategorie Komödie den Monica Bleibtreu Preis. Nach „Fettes Schwein“ (2012) inszeniert Folke Braband nun mit „Lieber schön“ ein weiteres Stück von Neil LaBute.

Neil LaBute Autor
… , 1963 in Detroit geboren und aufgewachsen in der Nähe von Spokane, studierte Film- und Theaterwissenschaft an der Brigham Young University in Provo/Utah, an der University of Kansas und an der New York University, wo er am Graduate Dramatic Writing Program teilnahm. Während dieser Zeit erhielt er ein Aufenthaltsstipendium am Londoner Royal Court Theatre und besuchte außerdem das Sundance Institute‘s Writing Lab. Erste Theaterstücke von ihm hatten am Off-Broadway Premiere. Bekannt wurde er mit seinen Filmen „In the Company of Men“ (1997 beim Sundance Film Festival als Bester Film prämiert sowie bei den New York Film Critics mit dem Award als Bester Debütfilm ausgezeichnet), „Your Friends & Neighbors“ (1998), „Nurse Betty“ (der 2000 bei den Filmfestspielen in Cannes den Preis für das Beste Drehbuch erhielt) und „Besessen“ (2002).
„bash – Stücke der letzten Tage“ wurde 2001 in der Kritikerumfrage von „Theater heute“ zum besten ausländischen Stück des Jahres gewählt. Im Herbst 2006 kam sein Film „The Wicker Man“ in die Kinos. „Lieber schön“ ist das erste Stück Neil LaButes, das den Sprung vom Off-Broadway an den Broadway schaffte. Es wurde 2009 für drei Tony Awards nominiert.

Pressezitate:
„Rasanter Schlagabtausch eines spielstarken Ensembles ...“ (Berliner Morgenpost)
„Tollstes, schnellstes Pingpong-Theater mit großartigen Schauspielern!“ (B.Z.)
„… emotional aufgeladenes wie amüsant gebrochenes Kammerspiel …“ (Berliner Zeitung)
„Folke Braband inszeniert jetzt feinsten puristisch modernen Boulevard. Diese Aufführung ist spielerisch auf Hochtouren, sie ist unerhört witzig“ (Kulturradio)
„Wie Mommsen als Sympathieträger zwischen emotionaler Hilflosigkeit uns sehnsuchtsvoller Liebe schwankt und Wedhorn als Furie Steph noch weibliche Züge hervorzuzaubern weiß, ist Schauspielkunst.“ (Hamburger Abendblatt)

Besetzung:
Greg - Oliver Mommsen
Steph - Tanja Wedhorn
Kent - Roman Knižka
Carly - Nicola Ransom

Regie - Folke Braband Bühne Tom Presting
Kostüm - Anna Meerwein
Kampfkoordination - Eduard Burza


Fotos: Szene: © Dirk Schmitt, 2 x Barbara Braun, Portraits: © Mirjam Knickriem, Jeanne Degraa, Enrico Boettcher, Rechtefrei

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