6. Stück

Münchner Tournee

Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit

Dienstag, 17.04.2018, 20 Uhr
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Schauspiel von Éric Assous
mit Mathieu Carrière und Katy Karrenbauer

Bild "Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit.jpg"

Serge und Marianne sind glücklich verheiratet, seit 25 Jahren. Sie stehen füreinander ein und haben sich den Zusammenhalt und den Schwung in ihrer Beziehung bewahrt. Und dennoch wirft sie ein kleiner Auto-Zusammenstoß komplett aus der Bahn. Denn Mariannes Unfallgegner hat eine Cousine namens Sophie, die zufällig genau die Sophie ist, die vor langer Zeit einmal Serges Nachbarin war. Marianne war immer überzeugt, dass da etwas war zwischen Serge und Sophie, aber Beweise hatte sie nicht und Serge hatte eine Affäre immer vehement bestritten.
Doch jetzt kommt dieses kleine Sandkorn im Getriebe einer Ehe wieder in Bewegung und ja, Serge „gesteht“. Gesteht, vor 25 Jahren mit Sophie geschlafen zu haben, bevor er Marianne kennengelernt hatte: „In einem früheren Leben, längst verjährt.“ Doch so einfach macht es ihm Marianne nicht: „Es gibt kein früheres Leben, man hat nur ein Leben...“
Nach so vielen Jahren glaubt man, den anderen gut zu kennen, doch manchmal stimmt das eben nicht. Und als Marianne jetzt das Telefon in die Hand nimmt und Sophies Nummer wählt, ist hinterher nichts mehr so wie es war…
Eine lustige, tragische Komödie mit vielen überraschenden Wendungen, typisch für Éric Assous. Wer ACHTERBAHN und GLÜCK gemocht hat, wird dieses Stück lieben.

DER AUTOR
Éric Assous
wurde 1956 in Tunis geboren. 1974 zog er nach Frankreich, um an der Kunstakademie in Paris zu studieren. Bald begann er jedoch, Krimis zu schreiben, die aber nur in einem privaten Zirkel erschienen, und Hörspiele, für die er als „größtes neues Radiotalent 1987“ ausgezeichnet wurde. In der Folgezeit schrieb er Sketche und Feuilletons, richtete Krimis wie Nestor Burma fürs Fernsehen ein und verfasste Komödien – ab 1997 auch fürs Kino – für das er teilweise auch selbst inszenierte.
Fürs Theater entstanden mittlerweile zweiundzwanzig Stücke: Les acteurs sont fatigués (Die Schauspieler sind müde) wurde in der Comédie Caumartin ungefähr 500 mal gespielt, Les montagnes russes (Achterbahn) mit Alain Delon und Astrid Veillon lief mit großem Erfolg im Théâtre Marigny und Les belles-sœurs wurde im Théâtre Saint Georges über zwei Spielzeiten hinweg über 250 Mal gespielt. Assous konnte zweimal den Prix Molière als zeitgenössischer Gegenwartsautor erringen: 2010 für Illusionen einer Ehe und 2015 für Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit. Außerdem wurde er 2014 mit dem Großen Preis der Académie Française für sein dramatisches Gesamtwerk ausgezeichnet.
In der Komödie im Bayerischen Hof und bei der Münchner Tournee liefen Achterbahn und Glück – Le Bonheur mit großem Erfolg.

DER REGISSEUR
Jean-Claude Berutti
wurde in Toulon, Frankreich, geboren und ist freischaffender Regisseur. Er war Intendant des Théâtre du Peuple in Bussang sowie von 2002 bis 2011 Intendant der Comédie de Saint-Etienne, einer der bedeutendsten Theaterbühnen Frankreichs.
Im Bereich der Oper inszeniert Jean-Claude Berutti seit mehr als 20 Jahren selten aufgeführte Werke am Théâtre Royal de la Monnaie Brüssel, an der Oper Frankfurt, an der Oper Leipzig, am Staatstheater Braunschweig, an der Opéra National de Lyon, an der Opéra d’Avignon, an der Opéra National de Lorraine, an der Opéra National du Rhin, an der Opéra National de Bordeaux, an der Opéra Royal de Wallonie, an der New Israeli Opera in Tel Aviv und anderen. Dabei arbeitete er mit Dirigenten wie Sylvain Cambreling, Philippe Herreweghe, Jonathan Nott, Emmanuelle Haïm, Bernhard Kontarsky, Emmanuel Krivine, Christophe Rousset oder Ivan Fischer zusammen.
Jean-Claude Berutti hat Werke von Brecht, Ionesco, Molière, Tschechow, Tabori, Dvorak, Mann, Verdi, Gorki, Shakespeare, Wagner, Schnitzler und anderen in Brüssel, Paris, Frankfurt, Moskau, Gent, Nikosia, Leipzig, Lyon, Tel Aviv, Tunis, Lomé usw. inszeniert.
Zu seinen erfolgreichsten Inszenierungen der letzten Jahre im Bereich Sprechtheater zählen etwa Les Temps difficiles von Edouard Bourdet an der Comédie-Française in Paris und Goldonis vergessene Trilogie Zelinda und Lindoro, die bei der Biennale von Venedig 2007 mit dem „Lioncino d’oro“ ausgezeichnet wurde. Zuletzt inszenierte er Gorkis Sommergäste und Shakespeares Hamlet bei den Bad Hersfelder Festspielen, Molières Eingebildeten Kranken am Nationaltheater Zypern, Saturn kommt zurück von Noah Haidle am Staatstheater Nürnberg und Total glücklich von Silke Hassler im Theater in der Josefstadt in Wien. Mit der von ihm gegründeten „Compagnie Jean-Claude Berutti“ präsentiert er außerdem regelmäßig Theaterproduktionen in Frankreich.
Von 2005 bis 2011 war Berutti Präsident der „European Theatre Convention“ (ETC), einem gesamteuropäischen Theaternetzwerk, dem auch das Theater Dortmund angehört, an dem er 2012 Schillers Kabale und Liebe inszenierte. An den Hamburger Kammerspielen inszenierte er im Frühjahr 2014 die Komödie Ziemlich beste Freunde und im Herbst 2014 das Stück Unsere Frauen. In Jagsthausen inszenierte er 2016 das Traditionsstück Götz von Berlichingen.

DER BÜHNENBILDNER
Thomas Pekny
wurde in Linz geboren und besuchte in München die Rudolf-Steiner-Schule. Nach seiner Ausbildung an der Fachschule für Schreiner und Holzbildhauer begann er ein Studium an der Akademie für Bildende Künste in der Klasse Szenenbild bei Prof. Rudolf Heinrich in München.
Von 1975 bis 1980 führte ihn sein Berufsweg als Bühnenbildner zuerst an das Deutsche Theater nach Göttingen, dann von 1981 bis 1983 an die Städtischen Bühnen Augsburg. Von 1986 bis 2011 war er Ausstatter am Theater Heilbronn, seit 1983 ist er zudem Ausstatter an der Komödie im Bayerischen Hof München.
Als freischaffender Bühnenbildner war er in Hamburg, Berlin, München, Warschau, Moskau und Peking tätig und arbeitete unter anderem mit den Regisseuren Peter Weck, Karl-Heinz Stroux, Günther Fleckenstein, Ingmar Bergman und Filippo Sanjust zusammen. Er übernahm die Ausstattung an der Staatsoper Hannover für Così fan tutte und Die verkaufte Braut, an der Staatsoper Lodz für Don Giovanni, am Maly Teatr Moskau für Käthchen von Heilbronn sowie an der Staatsoper Warschau für Parsifal.
Für das Staatstheater am Gärtnerplatz gestaltete er Kollos Wie einst im Mai, Tiefland, Die Fledermaus und Ein Walzertraum, für die Bayerische Staatsoper Massenets Don Quichote und für die Festspiele „Orff in Andechs“ Der Mond, Die Kluge und Die Bernauerin in den Inszenierungen von Prof. Hellmuth Matiasek sowie Ein Sommernachtstraum von Shakespeare/Orff und 2 nach Orff unter der Regie von Marcus Everding. In Salzburg stattete er 2016 die Welturaufführung von Funny Girl aus und gestaltete 2017 das Bühnenbild und die Kostüme für Wedekinds Lulu sowie für Der Nackte Wahnsinn – Noises off. Außerdem schuf er die Ausstattung für das Schauspiel Der Theatermacher bei den Luisenburg-Festspielen 2017 in Wunsiedel.
Seit 1996 ist er Professor an der Hochschule Pforzheim für Experimentelle Gestaltung, Mode- und Bühnenkostüme. Für das Orff Zentrum München war er 2007 – im 25. Todesjahr des Komponisten – verantwortlich für das Design der Ausstellung Carl Orff – Humanist gegen den Strom der Zeit, die anschließend in San Francisco und weiteren Städten weltweit gezeigt wurde.
Seit Februar 2016 ist er neben seiner Tätigkeit als Bühnen-, Kostümbildner und Hochschulprofes-sor Intendant und Geschäftsführer der Komödie im Bayerischen Hof und der Münchner Tournee.

DIE SCHAUSPIELERIN
Katy Karrenbauer
Biografie folgt

DER SCHAUSPIELER
Mathieu Carrière
ist in Hannover geboren und in Berlin und Lübeck aufgewachsen. In Lübeck wurde er als 13-jähriger Gymnasialschüler von Regisseur Rolf Thiele entdeckt und verkörperte in dessen Thomas Mann-Adaptation Tonio Kröger den Titelhelden in jungen Jahren. Durch diese Rolle wurde Volker Schlöndorff auf ihn aufmerksam und besetzte ihn im Jahr darauf in der Hauptrolle seines Regiedebüts Der junge Törless, einer Robert-Musil-Adaption. Nach einer weiteren Rolle in Andrzej Wajdas Kinderkreuzzug-Drama The Gates to Paradise (Die Pforten des Paradieses) wechselte Carrière auf ein Jesuiteninternat im bretonischen Vannes und zog nach dem Abitur 1968 nach Paris.
In Frankreich avancierte er zum vielbeschäftigten Filmstar – beispielsweise in Malpertuis an der Seite von Orson Welles, in Roger Vadims Don Juan 73 und La jeune fille assassinée (Ein wildes Leben) – 1976 drehte er mit Volker Schlöndorff Der Fangschuss.
Mit Auftritten im Alcazar de Paris startete Carrière 1974 seine Theaterkarriere: 1975 spielte er am Théâtre National de Paris die Titelrolle in Portrait de Dorian Gray (Das Bildnis des Dorian Gray), 1981 bei den Salzburger Festspielen den St. Just in Dantons Tod. Nebenher studierte Carrière Philosophie an der Universität Vincennes in Paris und schloss das Studium 1978 erfolgreich ab.
Danach sah man ihn in Filmen wie Egon Schiele – Exzesse, Die flambierte Frau, Die Spaziergän-gerin von Sans-Souci, dem romantischen Thriller Wie ein Licht in dunkler Nacht oder Malina mit Isabelle Huppert.
Ab Ende der 70er Jahre wendete sich Carrière auch dem Fernsehen zu: Nach Fernsehspielen und -serien wie Der Kommissar, Derrick und Der Alte spielte er 1978 seine erste große TV-Mehrteiler-Hauptrolle in der 13-teiligen Fallada-Verfilmung Ein Mann will nach oben – insgesamt hat er bislang in weit über 100 TV-Produktionen mitgewirkt, darunter Bernd Eichingers Das Mädchen Rosemarie, die TV-Serie Schloss Hohenstein, Irrwege des Glücks und Das geheime Leben der Spielerfrauen.
Er spielte in US-amerikanischen Filmen mit, in Frankreich und Italien, bei den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg sowie in der Hamburger Fabrik.
Darüber hinaus gibt Mathieu Carrière Lesungen, schreibt Essays, Bühnenstücke und Drehbücher und führt Regie.

Marianne KATY KARRENBAUER
Serge MATHIEU CARRIÈRE

Regie Jean-Claude Berutti
Ausstattung Thomas Pekny

Aufführungsrechte: Thomas Sessler Verlag Wien
Eine Produktion der Komödie im Bayerischen Hof München
Intendanz: Veronika Freitag | Prof. Thomas Pekny

Foto: Katy Karrenbauer © Jan Kohlrusch | Mathieu Carrière © Wolfgang Kleber

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